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Die "Svenska Spårvägssällskapet", eine 1959 in Stockholm gegründete Vereinigung zum Erhalt von Strassenbahnen und Zeugen des Nahverkehrs, konnte 1969 auf einem Teilstück bei Malmköping auf der stillgelegten Bahnstrecke von Skebokvarn nach Stålboga ihre Museumsstrecke in Betrieb nehmen. Die ursprünglich als Privatbahn eröffnete "Mellersta Södermanlands Järnväg  (MlSlJ) ging 1932 in den Besitz der Staatsbahn SJ über welche die Linie elektrifizierte. Malmköping war dabei der wichtigste Bahnhof, befanden sich dort auch Depot- und Werkstattanlagen. Als 23,4km lange Nebenlinie in eher dünn besiedeltem Gebiet wurde die Strecke in den 60er Jahren in zwei Etappen stillgelegt. Der nördliche Teil Stålboga-Malmköping 1964, auf diesem Teil befindet sich auch die 2,6km lange Museumsbahn und der südliche Teil von Skebokvarn nach Malmköping im Jahre 1967.
Die landesweit tätige "Svenska Spårvägssällskapet" war durch die frühe Gründung 1959 im Jahre 1967, der Umstellung Schwedens auf Rechtsverkehr welcher viele Tramlinien zum Opfer fielen, bereits soweit handlungsfähig, dass von fast allen einstigen Betrieben Fahrzeuge vor der Verschrottung bewahrt werden konnten. Wie vielerorts fehlte aber das Geld und so konnten Fahrzeuge erstmal nur im Freien abgestellt werden. So war die Übernahme eines Teilstücks der einstigen SJ-Strecke zusammen mit fast allen bahntechnischen Gebäuden in Malmköping ein Glücksfall und eine Glanzleistung der noch jungen Vereinigung. 
Die "Svenska Spårvägssällskapet" betreibt heute nicht nur die sehenswerte und landschaftlich sehr schön gelegene Museumsbahn in Malmköping, sondern wurde auch mit dem Betrieb der Museumsfahrzeuge in Stockholm (Linie 7N, Djurgårdslinjen), Malmö (Museumslinie beim technischen Museum) sowie in Norrköping (Museumsfahrzeuge und eigenes Museum) betraut. Die "Svenska Spårvägssällskapet" ist heute eine landesweit bestens vernetzte Vereinigung und geniesst durch ihren unermüdlichen Einsatz zum Erhalt historischer Zeugen des auch ein Stadtbild prägenden Nahverkehrs grosses Ansehen. 
Die Webseite der "Svenska Spårvägssällskapet" ist am Ende des Berichtes verlinkt, da werden auch viele Daten der Museumsfahrzeuge mit historischem Bildmaterial frei zur Verfügung gestellt. Ein absolutes Musterbeispiel einer Museumsorganisation wie es leider nur sehr wenige gibt.
So bleiben auch meinerseits die Besuche stets in bester Erinnerung.

 

 



 
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Lageplan der 2,6km langen Museumsbahn der "Svenska Spårvägssällskapet" in Malmköping mit den aktuellen Haltestellen. Die Kehrschleifen konnten erst nach den Besuchen realisiert werden. 

 

 

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Billette für die Museumsbahn 

 

 


 

Stockholm Södra Lidingöns Järnväg (SSLidJ) (Södra Lidingöbanan)

Die nördlich von Stockholm gelegene Insel Lidingö wurde über eine grosse Klappbrücke von zwei Vorortsbahnen erschlossen. Beide Bahnen (SSLidJ) südliche Lidingöbahn (LiB) nördliche Lidingöbahn benutzten auf dem Weg ins Stadtzentrum von Stockholm die Geleise der Strassenbahn. Im Hinblick auf die Umstellung auf Rechtsverkehr am 3.9.1967 und der Stilllegung der städtischen Strassenbahnen in Stockholm wurden beide Linien am 9.1.1967 vom zentralen Humlegården nach Ropsten, mittlerweile Endpunkt einer U-Bahn verkürzt. 
Die LiB wurde 1971 stillgelegt. So verblieben als einzige Strassenbahnlinien in Stockholm die verkürzte SSLidJ als Linie 21 und die westlich von Stockholm gelegene, ebenfalls als U-Bahn Zubringer verkürzte Linie 12. (Über beide Linien wird noch ein separater Bericht folgen).
Linie 21 Ropsten-Gåshaga 9,2km (von 1975 bis 1989 als Linie 221 bezeichnet, ab 1989 wieder Linie 21)

 

 

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Malmköping
Tw 5 Serie 1-10, ASEA, Bj.1914-1917, 2x 35kW, 39 Sitz-/30 Steh-Plätze, ausrangiert 1952. Einzig erhaltener Triebwagen der SSLidJ aus dem Eröffnungsjahr 1914. Der Wagen kehrte 1986 und 2001 für Feierlichkeiten auf die SSLidJ zurück und unternahm auch einige Fahrten auf der mittlerweile eröffneten Museumslinie 7 in Stockholm.

 

 

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Malmköping, Järnvägsgatan
SSLidJ 5, ASEA, Bj.1914

 

 

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Malmköping
Stockholm Södra Lidingöns Järnväg (SSLidJ), ASEA, Bj.1914. 
Im Hintergrund Dieseldraisine (Schleiftriebwagen) Storstockholms Lokaltrafiks Järnvägar (SLJ/SSS) Z 1322 Bj.1938

 

 

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Malmköping, Järnvägsgatan/Bergsgatan
SSLidJ 5, ASEA, Bj.1914

 

 

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Malmköping, Endhaltestelle Hosjö
Die im Hintergrund sichtbare Autostrasse 55 und der einst hier befindliche Bahnübergang der ehemaligen Eisenbahnlinie begrenzte die Museumslinie an diesem Ort. Erst kürzlich konnte hier für den problemlosen Betrieb mit Einrichtungsfahrzeugen auch eine Wendeschleife realisiert werden.
Stockholm Södra Lidingöns Järnväg (SSLidJ), ASEA, Bj.1914 

 

 

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Malmköping
Wie früher vielerorts bei Eisenbahnen und auch Strassenbahnen üblich besassen auch in Stockholm die Strassenbahnen Briefkästen für eine schnelle und effiziente Beförderung von Briefpost.
SSLidJ 5, ASEA, Bj.1914 

 

 


 

Uppsala Spårvägar (US)

Uppsala besass ein normalspuriger (1435mm) Strassenbahnbetrieb mit 4 Stadtlinien und einer Überlandlinie. Streckenlänge 15,8km. Eröffnet am 11.9.1906. Die letzte Strassenbahnlinie wurde am 12.10.1953 stillgelegt. (Überlandlinie 6 Svandammen-Graneberg)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, Udden 
Uppsala (US) 10 ex.11 Serie 1-11 Bj.1906 ASEA, 2x15kW. Dies ist heute der einzig erhaltene Triebwagen aus Uppsala. Viele US-Fahrzeuge wurden bei einem Depotbrand 1945 zerstört. Der in den Ursprungszustand von 1906 zurückversetzte Wagen wurde 1996 anlässlich von Feierlichkeiten in Uppsala für Fahrten auf Industriegeleisen eingesetzt. Der Triebwagen kam 1953 als erstes Fahrzeug in den Besitz der "Svenska Spårvägssällskapet"  (Schwedische Strassenbahngesellschaft zum Erhalt von Strassenbahnen).

 

 


 

Göteborgs Spårvägar (GS)

Am 18.8.1902 nahm die elektrische Strassenbahn ihren Betrieb auf. Im Gegensatz zu Stockholm überlebte die Strassenbahn von Göteborg als einzig grosser Betrieb die Umstellung auf Rechtsverkehr im Jahre 1967 und wurde in den folgenden Jahren weiter ausgebaut. Heute werden in Göteborg 12 reguläre Strassenbahnlinien mit einer Streckenlänge von 161km betrieben. Dazu verkehrt noch eine touristische Linie mit Museumsfahrzeugen.     

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, Endhaltestelle Hosjö
Der hier an Betriebstagen am Gleisende abgestellte Triebwagen diente auch als Blickfang und Werbeträger für die im Hintergrund auf der Autostrasse 55 vorbeifahrenden Autofahrer.
GS 190 ex. 54 (umnummeriert 1950) Typ M5 Serie 47-177, ASEA Bj.1907/GS Umbau 1921-1940, 2x 41kW. Mit 123 gebauten Wagen war dies für Göteborg eine sehr typische Bauart. Insgesamt sind davon heute noch 9 Wagen erhalten. 

 

 


 

Helsingborg Stads Spårvägar (HSS)

Die am 11.6.1903 eröffnete Strassenbahn gehörte zu den Opfern der Umstellung auf Rechtsverkehr am 3.9.1967. So fuhren am 2.9.1967, dem Vortag der Umstellung, die letzten Strassenbahnen. Helsingborg betrieb mit maximal 6 Linien neben dem Stadtnetz (Helsingborg Stads Spårvägar HSS) auch zwei einst eigenständige Überlandlinien (8.2km) nach Råå und Ramlösa (Helsingborg-Råå-Ramlösa Järnväg HRRJ). 1924 wurde die HRRJ von der HSS übernommen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping
Triebwagen Helsingborg HSS 21 Serie 21-23 Typ B, ASEA/Siemens Bj.1912, 2x30kW + Beiwagen HSS 108 Serie 101-108 Typ S1, ASEA Bj.1919-1920. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, Östersjön
Die Museumslinie quert hier auf einem von Schilf umgebenen Damm und einer kleinen Brücke die Verbindung der Seen Hosjön und Östersjön.
Helsingborg HSS 21 ASEA/Siemens Bj.1912 + Beiwagen HSS 108 ASEA Bj.1920  

 

 

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Malmköping, Järnvägsgatan
Ein stilechter Tramzug aus Helsingborg mit HSS 21 ASEA/Siemens Bj.1912 + Beiwagen HSS 108 ASEA Bj.1920  

 

 

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Malmköping, Udden/links der See Hösjön
Triebwagen Helsingborg HSS 39 Serie 38-40 Typ E, ASEA/Siemens Bj.1928, 2x46kW, 1955 zum Einrichtungstriebwagen umgebaut + Beiwagen HSS 108 Serie 101-108 Typ S1, ASEA Bj.1919-1920.  

 

 


 

Helsingborg-Råå-Ramlösa Järnväg (HRRJ)

Die Strecken der ursprünglich eigenständigen HRRJ nach Råå und Ramlösa (8.2km) wurden 1924 von den Helsingborg Stads Spårvägar (HSS) übernommen und als Linie 1 (Råå) und 2 (Ramlösa) betrieben. Stilllegungen: Ramlösa-Lussebäcken 1955, die übrigen Linien mit der Gesamtstilllegung der Strassenbahn in Helsingborg am 2.9.1967 am Tag vor der Umstellung auf Rechtsverkehr. Die HRRJ wurde 1891 mit 600mm Spurbreite als Feldbahn eröffnet und 1906 auf Normalspur umgespurt und elektrifiziert.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping, Ausweichstelle Östersjön
Lokomotive HHRJ 2 Serie 1-2, ASEA, Bj.1907, 2x41kW, 30km/h + D2 9 Stockholm SSB, Bj.1908

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping, Udden/links der See Hösjön
Helsingborg-Råå-Ramlösa Järnväg (HRRJ) 2 ASEA, Bj.1907+ D2 9 SSB, Bj.1908 

 

 

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Malmköping, Ausweichstelle Östersjön
Lokomotive HHRJ 2, ASEA, Bj.1907 + Güterwagen Stockholms Spårvägar ex. SSB (Stockholms Södra Spårvägsaktiebolag) D2 9 (ex.9009) , SSB Bj.1908

 

 

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Malmköping, Ausweichstelle Östersjön 
Helsingborg-Råå-Ramlösa Järnväg (HRRJ) 2 ASEA, Bj.1907+ Stockholm D2 9 SSB, Bj.1908,
Malmö (MSS) F 34 Bj.1907/1928-31, ASEA/Siemens/MSS

 

 


 

Malmö Stads Spårvägar (MSS)

Die elektrische Strassenbahn von Malmö wurde am 20.12.1906 eröffnet, die vorgängige Pferdebahn am 28.8.1887. Es gab die Linien 1-7. Ausser der langen Linie 4 wurden bis zum Tag der Umstellung auf Rechtsverkehr am 3.9.1967 alle übrigen Linien stillgelegt. Für die einzig verbleibende Linie 4 nach Limhamn-Sibbarp baute man 1967 die noch recht modernen 1946 gelieferten "Mustang"-Triebwagen auf Rechtsverkehr um. Trotz den Investitionen für den Rechtsverkehr-Umbau an Fahrzeugen und Infrastruktur wurde bereits 1970 der Strassenbahnbetrieb an Wochenenden und Werktagen ab 19 Uhr eingestellt. Die vollständige Stilllegung des Strassenbahnbetriebes erfolgte danach am 27.4.1973. 
Seit 1987 besitzt Malmö beim technischen Museum jedoch wieder eine Museumslinie welche 1991 zur Stadtbibliothek verlängert wurde. (Streckenlänge 2km)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping, Ausweichstelle Östersjön
Malmö MSS 34 Typ F (22 Stück) Umbauwagen aus Serie A, ASEA/Siemens/MSS Bj.1907/1928-31. In Malmö wurden die ursprünglichen "A" Triebwagen mehrfach umgebaut (zu Typen D,E,F) und dabei auch Untergestelle und Wagenkasten freizügig untereinander getauscht.
So beinhaltet der Triebwagen 34 das Untergestell vom einstigen Triebwagen 31 (vorgängig auch Untergestelle von A 27 und E 5) und Teile des Wagenkastens vom A bzw. F Triebwagen 27 und  EF 20.   

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping
Früher war es völlig normal, dass in den eigenen Werkstätten der Verkehrsbetriebe aus ehemaligen Personentriebwagen Arbeitstriebwagen für mannigfaltige Zwecke gebaut wurden. Dieser Triebwagen (Typ EF) wurde 1959 durch MSS zum Arbeitstriebwagen 103 umgebaut. Dazu wurden Teile  vom Triebwagen EF 14 (Chassis) sowie A 42/E 14 verwendet. 
ex. MSS 103 ex. EF Serie 1-47, Bj. 1907/1928, ASEA/Siemens 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping, Östersjön
Brücke über die Verbindung der Seen Hosjön und Östersjön.
Ein für Malmö typischer Umbauwagen F 34 ASEA/MSS Bj.1928-31

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping, Ausweichstelle Östersjön
Malmö (MSS) F 34 Bj.1907/1928-31, ASEA/Siemens/MSS. Wie für einige Fahrzeuge aus Malmköping gab auch mit diesem Triebwagen 1992 und 1999 Besuche auf der damaligen Museumslinie 7 in Stockholm. (heute wieder reguläre Tramlinie 7)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping
Neben der Nutzung von Werkstatt- und Depot-Gebäuden vom einstigen Eisenbahnbetrieb in Malmköping konnten auf dem Bahnhofsareal auch neue geräumige Hallen für den Museumsbetrieb erstellt werden. 
Malmö Beiwagen MSS Typ T6 176, (Serie 170-179)  Bj.1952-1954. Die Beiwagen wurden von Malmö Stads Spårvägar (MSS) aus alten 1906 gelieferten Triebwagen der Reihe A umgebaut. Die Wagen erhielten 1953 neue verschweisste Chassis und wurden auch zusammen mit den im Hintergrund sichtbaren modernen "Mustang" Triebwagen eingesetzt. 
MSS Triebwagen 72 Typ G "Mustang" Serie 70-79 Bj.1946 GM (General Motors Nordiska, Stockholm)/ASEA. Zwei weitere baugleiche Triebwagen von GM wurden von Stockholm (ex. 416 > MSS 80 / ex. 413 > MSS 81) übernommen. Der Wagen 81 wurde jedoch nie eingesetzt. Die Triebwagen 70-80 wurden von 1964-1967 für den am 3.9.1967 eingeführten Rechtsverkehr auf der einzig danach verbliebenen Linie 4 umgebaut. 

 

 


 

Stockholms Spårvägar

Stockholm besass einst ein dichtes Netz von städtischen Strassenbahnen (Linien 1-14) sowie zusätzlich ein sehr umfangreiches Netz von meist auf eigenem Trassee angelegten Vorortslinien welche bereits ab 1933 teilweise mit Tunnelstrecken die Innenstadt erreichten (Linien 8-21). In den 50er Jahren entschied man sich die meisten dieser Vorortslinien in "richtige" U-Bahnen umzubauen. Da die städtischen Linien jedoch weiterbestehen sollten, wurden dafür auch noch über hundert moderne Triebwagen vom Typ "Mustang" beschafft. Der Zeitgeist nach dem Zweiten Weltkrieg änderte sich jedoch rasch und der Traum von autogerechten Städten nahm auch in Schweden mit eigener Autoindustrie Einzug. Dazu stand 1967 noch die Umstellung auf Rechtsverkehr an wofür auch Investitionen für den Umbau an Fahrzeugen und Infrastruktur nötig geworden wären. So nahm man diese "Gelegenheit" nur zu gerne wahr um sich elegant von der Strassenbahn und dem da noch recht neuen Wagenpark ohne grosses Aufsehen zu verabschieden.
Am Vortag der Umstellung auf Rechtsverkehr 2.9.1967 kam das Ende für alle noch verbliebenen innerstädtischen Tramlinien. Als einzige Linien überlebten vorerst die ausserhalb der Innenstadt befindlichen und da zu reinen U-Bahn Zubringerlinien verkürzten ehemaligen Vororts-Tramlinien 12,20,21. 1971 wurde die Linie 20 auf Busbetrieb umgestellt, die Zukunft der Linien 12 und 21 blieb bis Anfang der 80er Jahre äusserst ungewiss.
Nachdem 1991 die Strassenbahn in Form einer Museumslinie 7 in die Innenstadt zurückkehren konnte, werden auch in Stockholm wieder neue reguläre Tramlinien gebaut. 2021 sind die Tramlinien 7,12,21,30,31 in Betrieb. (Zu den Linien 12,21 und der Museumslinie 7 (heute Linie 7N) folgen noch separate Berichte) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, zwischen den Haltestellen Malmakvarn und Udden (Fahrtrichtung Hosjö)
Stockholm besass mehrere Serien (A25-A27) von eleganten "Mustang" Triebwagen (insgesamt 101 Stück) welche nach 1967 fast allesamt verschrottet wurden. So wurden diese Triebwagen auch nie auf Rechtsverkehr umgebaut. (Einzige Ausnahme war der bereits 1964 nach Malmö verkaufte Tw 416 welcher da zum MSS Tw 80 wurde). Tw 500 der Stockholms Spårvägar ist der einzig erhaltene und zuletzt gebaute Wagen der Serie A27. Ein fast baugleicher Wagen auf der Museumslinie in Stockholm (Rechtsverkehr) ist tatsächlich ein blau-weiss umlackierter ehemaliger Rechtsverkehr-Wagen aus Malmö. Der originale Linksverkehr-Triebwagen 500 war jedoch 2001 kurzzeitig auch zu Gast auf der Stockholmer Museumslinie. 
Stockholms Spårvägar Tw 500 Serie A27 (490-500), Bj.1951-52, Hägglund & Söner
1988 waren Fahrten mit Einrichtungsfahrzeugen selten, fehlten doch an den Endhaltestellen noch die dafür notwendigen Kehrschleifen.  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, Endhaltestelle Hosjö
Heute befindet sich hier unmittelbar nach der Ausweichstelle links eine Kehrschleife. 
Stockholms Spårvägar 143 Serie 123-170 Typ A3 Bj.1907 Arlöf/AEG/ASEA, 2x 60kW, 24Sitz-/32Stehplätze, ex. "Stockholms Nya Spårvägsaktiebolag" SNS A3 121-150 und A4 151-170. Umgebaut 1925-1928 von Råsunda zu Stockholms Spårvägar A3 123-170. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, Östersjön 
Der Briefkasten fährt mit, früher bei vielen Bahnen eine ganz normale Dienstleistung.
Stockholms Spårvägar 143 Serie 123-170 Typ A3 Bj.1907 Arlöf/AEG/ASEA 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, Udden/links der See Hösjön 
Stockholms Spårvägar 143 Serie 123-170 Typ A3 Bj.1907 Arlöf/AEG/ASEA

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.6.1988


Malmköping, Udden

Stockholms Spårvägar 143 Serie 123-170 Typ A3 Bj.1907 Arlöf/AEG/ASEA 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping, Endhaltestelle Hosjö 
Für Filmaufnahmen zum schwedischen Drama "1939" erhielt der Wagen 1989 den Anstrich mit weissen Warnbalken aus der Kriegszeit zur besseren Sichtbarkeit während den Stunden mit Verdunkelung. Für die Dreharbeiten 1989 wurden an verschiedenen Lokalitäten in Stockholm provisorische Geleise gelegt um den Wagen da mit einem Notstromaggregat bewegen zu können. Der Wagen behielt nach dem Rücktransport nach Malmköping diesen Anstrich.
Stockholms Spårvägar 143 Serie 123-170 Typ A3 Bj.1907 Arlöf/AEG/ASEA 
Eine innerstädtische Linie 14 Vanadisplan-Djurgården gab es nur bis 1947. Die Vorortslinie 14 von Fridhemsplan nach Fruängen wurde 1964 stillgelegt bzw. durch eine U-Bahn ersetzt. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.1992


Malmköping, Udden/links der See Hösjön 
Stockholms Spårvägar 143 Serie 123-170 Typ A3 Bj.1907 Arlöf/AEG/ASEA

 

 


 

 

Externer Link zur Startseite der schwedischen Vereinigung zum Erhalt von Strassenbahnen und Zeugen des Nahverkehrs. (Originalseite schwedisch)
Webseite auch mit vielen Informationen über die Museumslinie in Malmköping wie auch aller einst in Schweden existierenden Trambetriebe und Fahrzeuge. Teilweise direkt in Deutsch verfügbar. Empfohlen jedoch Komplettübersetzung der schwedischen Originalseite mit Google.

https://www.sparvagssallskapet.se/

 

 


 

 

Informationsquellen:  (neben Internet)

Spårvägar i Sverige, spårvagnar i Malmköping, Dan Erik Göransson, 1980, Svenska Spårvägssällskapet

Alla Stockholms Spårvägnar, Gösta Eriksson, Verlag Jan Jangö 1991, ISBN 91-85498-07-6

Spårvägen I Malmö, Börje Carlén, Verlag Frank Stenvalls 1972  

 

 


 

 

zur Fotogalerie:  Malmköping 

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