Standort auf Karte: Ziegelei Schumacher:  Verkehrskarte (Bahnen) von openstreetmap.org

Update 14.6.2026:  7 Bilder ergänzt

Fortsetzung von:  "BEB auswärts - Ziegelei Schumacher Körbligen 2026: Teil 1"

 

Originalbild anzeigen ©swisstopo/BEB *) / 2026

 

Originalbild anzeigen Grafik BEB *)


Übersichtsplan der aktuellen und ehemaligen Feldbahnstrecken der Ziegelei Schumacher aus der Zeitperiode (1908) 1929-2026 mit der für den regulären Abbaubetrieb benötigten Stammlinie [1103m] und der 2015 erstellten Nebenlinie [533m] zum firmeneigenen Museumsdepot. 
Zur Verortung der gezeigten Bilder wird für die Stammlinie die Streckendistanz ab Ziegelei [0m] in eckigen Klammern angegeben. Für die Nebenlinie zum Depot erfolgt die Distanzierung ab Abzweigung [0m].
*) Die Längen- und Höhenangaben wurden anhand von Luftbildern und mit den frei verfügbaren Messtools von www.swisstopo.ch ermittelt.
 

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB 1 + ZSK 18, Chörbligerwald, Nebenlinie [10m]
Die beiden Lokomotiven mit ihrem aus BEB und ZSK Wagen bestehendem Zug warten auf die Einfahrt ins Stammgeleise. Die ZSK 18 ist eine 1926 von O&K gebaute "Montania" Lokomotive Typ S10a (Fabrik-Nr. 2196) und war bis 1989 bei der Kalkfabrik Spühler in Rekingen (CH) im Einsatz. Da wurde ihr der ursprüngliche Benzolmotor gegen einen 4-Zyl. luftgekühlten Motor A4L514 getauscht. Die von Diema im Jahr 1957 gebaute BEB Lok Typ DS30 (Fabrik-Nr. 2054) wurde untermotorisiert mit einem 2-Zyl. A2L514 Motor von Deutz an die Flemmingsche Ziegelwerke in Altwarmbüchen bei Hannover ausgeliefert, welcher nach der Grubenschliessung und dem Verkauf der Lok an die Baufirma Zschokke in Näfels von Diema durch einen 3-Zyl. A3L514 Motor ersetzt wurde. So stehen dem Zug zusammen ca. 100PS (45+60) mit insgesamt 7 Zylinder von 2 Deutzmotoren derselben luftgekühlten Baureihe 514 (A3L/A4L 514) zur Verfügung.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB 1 + ZSK 18, Pfaffwil, Stammlinie [1030m]
Rückfahrt des BEB/ZSK Zuges von der Grube Pfaffwil Richtung Ziegelei/Depot. Im Gegensatz zu heute noch von Schöma produzierten "Tunnellokomotiven" war bei klassischen Feldbahnlokomotiven mit mechanischer Steuerung in Vorwärtsfahrt der Motor stets vor dem Führerstand angeordnet. So fährt die heute gleich eingereihte, 2024 neu beschaffte Lok "Heiri", technisch gesehen jedoch rückwärts.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB 1 + ZSK 18, Pfaffwil, Stammlinie [850m]
Bei der 1926 gebauten O&K S10a Lokomotive lassen sich bei hohen Temperaturen die nur mit einfachen Löchern ausgestatteten Seitenbleche am Motorvorbau durch Verschieben öffnen. Die durch Diema 1957 gebaute DS30 Lokomotive erhielt zur besseren Luftzirkulation bereits Lüftungslamellen. Bei hochsommerlichen Temperaturen und hoher Beanspruchung können Seitenbleche auch entfernt/ausgehängt werden. Besonders bei luftgekühlten Motoren empfiehlt sich die Temperaturanzeige des Motors im Auge zu behalten.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB 1 + ZSK 18, Schweissmatt, Stammlinie [800m]
Neben dem Bauernhaus von Pfaffwil erkennt man links die schneebedeckten Berge vom Berner Oberland. Der erste Spitz links neben dem Hausdach ist der Eiger, vom Hausdach verdeckt wären da rechts anschliessend Mönch und Jungfrau.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB 1 + ZSK 18, Ober Schweissmatt, Stammlinie [700m]
Obwohl 30 Jahre Altersunterschied passen die beiden, mittlerweile mit Deutz-Motoren ausgerüsteten Lokomotiven bestens zusammen. BEB Typ DS30 Bj.1957 Diema (Diepholzer Maschinenfabrik) und ZSK 18 Typ S10a Bj.1926 O&K (Orenstein&Koppel). Der allgemeine Niedergang von klassischen Feldbahnen nach dem WWII war auch mitverantwortlich für das Ende der beiden Maschinenfabriken.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB 1 + ZSK 18, Chörbligerwald, Nebenlinie [220m]

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 16 + BEB 1, Ober Schweissmatt, Stammlinie [550m]
Zwei etwas unterschiedliche Lokomotiven (DS20 + DS30) von Diema jedoch mit interessantem historischem Hintergrund. Beide Loks waren bis 1978 auf 500mm Spurweite in der Grube Altwarmbüchen (unweit Hannover) bei den Flemmingschen Ziegelwerken eingesetzt und konnten sich nun über völlig verschiedene Wege fern ihrer einstigen Heimat, auf 600mm Spurweite umgespurt, wieder einmal treffen. Die kleinere DS20 (heute ZSK 16) besass ursprünglich nur einen offenen Führerstand damit sie in der Grube Altwarmbüchen die Kipploren unter dem da im Tiefschnitt eingesetzten Eimerkettenbagger durchschieben konnte. Der Zug mit den beladenen Kipploren wurde da zu einer Ausweichstelle in der Grube gefahren und der grösseren DS30 (heute BEB 1) zur Fahrt aus der Grube zur Ziegelei übergeben. Die ZSK 16 wurde 1979 von der Ziegelei Schumacher für den damals noch existierenden Betrieb mit 500mm Spurweite erworben. Dabei erhielt die Lok auch den geschlossenen Führerstand. 1989 erfolgte die Umspurung auf 600mm Spurweite und der Einbau einer Hydraulikpumpe für den Betrieb mit Kastenkippwagen. Regulär nicht im Einsatz war die Lok in den ersten Monaten mit 600mm Spurweite als Reserve für die damalige Streckenlok ZSK 25 vorgehalten. Nach Ankunft von "Titanus" im Jahr 1990 übernahm die Lok 25 diese Aufgabe. Die Lok ZSK 16 kam danach meist nur noch für Besucherfahrten zum Einsatz.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 16 + BEB 1, Chörbligerwald, Stammlinie [270m]
Die beiden Lokomotiven der einstigen "Flemmingsche Ziegelwerke" aus der Grube Altwarmbüchen (heute Gemeinde Isernhagen) zusammen mit historischen Kipploren. Jeweils zur letzten Fahrt vor dem Wochenende kehrte in Altwarmbüchen die kleine DS20 (ZSK 16) mit der grossen DS30 (BEB 1) zusammen zurück zur Ziegelei. Im hier auch verlinkten Filmdokument aus dem Gemeindearchiv Isernhagen wird dieser letzte Zug der Woche jedoch ausnahmsweise von der normalerweise nur in der Grube tätigen DS20 zur Ziegelei gezogen und beim Anstieg aus der Grube von der dahinter fahrenden DS30 unterstützt. Ob es diese hier nachgestellte Zugformation da auch gegeben hat, ist nicht belegt.
Filmdokument von H.Moch aus dem Gemeindearchiv Isernhagen:
Filme: Bözenegg-Eriwis Bahn / Flemmingsche Ziegelwerke  (Link öffnet in neuem Fenster)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 30.5.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 16 + BEB 1, Chörbligerwald, Nebenlinie [200m]
Diema DS20 Bj.1963 + Diema DS30 Bj.1957, beide ex. Flemmingsche Ziegelwerke.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 16 + BEB 1, Chörbligerwald, Nebenlinie [230m]
Wieder vereint, nachdem sich die Wege der beiden Loks nach der Schliessung der Grube Altwarmbüchen der "Flemmingsche Ziegelwerke" im Jahr 1978 getrennt haben. Die Diema DS20 Bj.1963 (heute ZSK 16) wurde noch mit 500mm Spurweite 1979 von der Ziegelei Schumacher (via Diema/Asper?) erworben und 1989 beim Umbau der Feldbahn auf 600mm umgespurt. Die Diema DS30 Bj.1957 gelangte 1979 ebenfalls zurück zu Diema und konnte 1983 auf 600mm umgespurt (auch via Asper?) an die Baufirma Zschokke (heute Implenia) Werkplatz Näfels verkauft werden. Nach einem Weiterverkauf an die Baufirma Prader Werkplatz Schübelbach, 2002 als Schrott an Tafag in Arth-Goldau und von da mit baugleichem Ersatzmotor 2006 an BEB. Die Probefahrt zur Übernahme der DS30 durch die BEB fand am 13.5.2006 auf den Gleisen der Ziegelei Schumacher statt wo es zu einem kurzen Zusammentreffen mit der damals noch in der Grube Pfaffwil abgestellten DS20 (ZSK 16) kam.

 

 

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Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB Tm 2/2 1, Chörbligerwald, Stammlinie [380m]
Die Lok stösst ihre zwei Güterwagen Richtung Ziegelei. Für den Betrieb als Stirnlampe mit Weisslicht kann die rote Scheibe der Schlusslaterne am Güterwagen entfernt werden. Bei Bedarf lässt sich zusätzlich auch Scheinwerferbetrieb einschalten. Da im Gegensatz zu den BEB Wagen eine durchgehende Speiseleitung zur Lokomotive am dazwischen eingereihten ZSK-Wagen fehlt, erfolgt hier behelfsmässig die Speisung über einen im Güterwagen mitgeführten Akku.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB Tm 2/2 1, Pfaffwil, Stammlinie [950m]
Das Gleis schlängelt sich hier entlang eines kleinen Bachs durch Schilfbestände und eine urige Natur - Feldbahn pur.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB Tm 2/2 1, Grube Pfaffwil, Stammlinie [1100m]
Lehm und Mergel wird in der Grube Pfaffwil in mächtigen Schichten abgebaut. Der Zug steht am Gleisende beim heutigen Verladeplatz. Bis 2015 war das Gleisende der Eingang zu einem 40m langen Verbindungstunnel in den damals noch getrennten, hinteren Grubenteil. Durch die fortschreitenden Abbautätigkeiten hat sich dieses Bauwerk danach erübrigt. 
Siehe auch:
Körbligen - Feldbahn Ziegelei Schumacher: Die Geschichte - Teil 1  (Link öffnet in neuem Fenster)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB Tm 2/2 1, Grube Pfaffwil, Stammlinie [1100m]
Der Zug mit seinen ZSK und BEB Wagen vor der eindrücklichen Kulisse aus Schichten von Mergel und Lehm lässt schon fast etwas Atmosphäre wie aus dem "Wilden Westen" aufkommen. Viel mehr als Füchse und Rotwild streifen aber üblicherweise nicht über die Terrassen. 
BEB Lok Bj.1957 Diema Typ DS30 Fabrik-Nr. 2054 + ZSK Flachwagen + BEB Güterwagen L 20 Bj. 2007 (Eigenbau).

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB Tm 2/2 1, Pfaffwil, Stammlinie [920m]

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB Tm 2/2 1, Ziegelei, Stammlinie [40m]
Produkte der Ziegelei auf Schiene und Strasse. Während der Lehm von der Grube Pfaffwil für die Herstellung von Backsteinen ausschliesslich mit der letzten in der Schweiz aktiven Feldbahn angeliefert wird, erfolgt der Versand der Fertigprodukte zu den Baustellen nach Wunsch mit den stets gepflegten firmeneigenen Lastwagen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, BEB Tm 2/2 1, Chörbligerwald, Nebenlinie [30m]
Nach den Fahrten zur Grube werden die Wagen zurück zum Depot gezogen. Dazu ist auch die rote Scheibe an der Schlusslaterne eingesteckt.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 3 + BEB 1, Körbligen, Stammlinie [180m]
Frühmorgens vor dem "Luzerner Hausberg", dem Pilatus, fahren die beiden farblich (fast) identischen ZSK und BEB Loks mit ihrem gemischten Güterzug zur Ziegelei. Beide Loks haben auch eine Vergangenheit bei Baufirmen wo ein gelber Anstrich für Baumaschinen üblich war. ZSK 3 Bj.1951 Orenstein&Koppel Werk Dortmund Typ MV 0b geliefert an UTAS (Konsortium) in Brig, 1953 an Baufirma M.H.Bezzola in Biel. 2005 für Museum der Ziegelei Schumacher erworben. BEB 1 Bj.1957 Diema Typ DS30 geliefert an Flemmingsche Ziegelwerke in Altwarmbüchen (bei Hannover), 1983 via Diema/Asper an Baufirma Zschokke für Werkplatz Näfels. 199x Weiterverkauf an Baufirma Prader Werkplatz Schübelbach. Via Tafag Arth-Goldau 2006 an BEB.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 3 + BEB 1, Grube Pfaffwil, Stammlinie [1100m]
Gemeinsam sind die beiden Loks mit dem Zug aus ZSK und BEB Fahrzeugen am aktuellen Verladeplatz in der Grube angekommen. Im Hintergrund die mächtigen Schichten aus Lehm und Mergel. Was jedem Maler bekannt ist, reagiert die gelbe Farbe besonders empfindlich auf die Zusammensetzung des Tageslichts (rot-blau-Anteil des Sonnenlichts), welches sich im Laufe des Tages stetig verändert. So tritt hier auch etwas deutlicher der farbliche Unterschied der beiden ähnlichen Gelbtöne der Lokomotiven zu tage.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 3 + BEB 1, Schweissmatt, Stammlinie [850m]
Auf der Fahrt zurück zur Ziegelei kurvt die Strecke am Weiler Pfaffwil der Gemeinde Inwil vorbei.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 3 + BEB 1, Ober Schweissmatt, Stammlinie [650m]

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 3 + BEB 1, Ober Schweissmatt, Stammlinie [550m]

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 3 + BEB 1, Chörbligerwald, Stammlinie [470m]
Vom grellen Sonnenlicht taucht der Zug in den Chörbligerwald ein. Wie bei einer Sonnenuhr wird das Gleis da zwischen den hohen Bäumen aber nur für eine sehr kurze Zeit aus den dunklen Schatten geholt. Der Zug erwischte da auf seiner Fahrt zur Ziegelei gerade diese Zeitspanne.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.6.2026 


Ziegelei Schumacher, Körbligen, ZSK 3 + BEB 1, Chörbligerwald, Nebeninie [50m]
Nach einem Aufenthalt bei der Ziegelei fährt der Zug wieder zurück ins Depot am Ende der einen halben Kilometer langen Nebenlinie.

 

 


 

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