Standort auf Karte: Bözenegg (BEB Depot):  Verkehrskarte (Bahnen) von openstreetmap.org
 

Release 31.1.2026

 

Originalbild anzeigen BEB / 25.1.2009 


Für kleinere Unterhaltsarbeiten am Gleis und in der Umgebung ist ein einfacher Rollwagen immer sehr hilfreich. Mit 4 alten Stahlräder wie sie gelegentlich in Unterwerken für Wandler und Hochspannungsschalter zum Justieren an ihrem Einbauort Verwendung finden, konnte diese Rollplattform gebaut werden. Nur mit einer Zentrumsbohrung für ein Gleitlager versehen, erhielten die Räder für den Einsatz auf der BEB je zwei Kugellager.
Der Rollwagen X32 bewährte sich sehr gut, sodass er später zum X32 II umgebaut auch für den Einsatz mit einem Schneepflug hergerichtet wurde.

Separater Bericht über den Bau des Rollwagens X 32 und Umbau zum X32 II:
BEB Rollwagen/Schneepflug X 32 (I+II) - Baubericht/Lebenslauf  (Link öffnet in neuem Fenster)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 28.1.2009 


Das Tondepot aus aufgeschüttetem bereits abgebautem Opalinuston besitzt keine innere Festigkeit mehr und ist nach einer Regenperiode wieder einmal ins Rutschen geraten. Der sehr schwere Opalinuston hat dabei den Zufahrtsweg verschüttet und das Geleise seitlich verschoben. Im feuchten Zustand ist der Ton (ca. 1.5 - 2 mal so schwer wie Erde) zudem sehr klebrig. In diesem Zustand ist ein manuelles Schaufeln fast unmöglich, bleibt ein Tonklumpen, trotz seines Gewichtes, auf einem Schaufelblatt kleben. Musste bei einer solchen Wetterlage Ton mit den Kastenkippwagen transportiert werden, wurde vor dem Beladen als Trennmittel Sägemehl eingestreut.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 28.1.2009 


Selbst Raupenfahrzeuge haben auf diesem Untergrund ihre liebe Mühe. Neben dem Ton sind noch Überreste von hölzernen Spundwänden sichtbar, welche dem Hangdruck nicht standhielten und zermahlen wurden. Nach wiederholten Problemen dieser Art wurde im Jahre 2011 das Tondepot in der Höhe um mehrere Meter reduziert und tiefgreifend umgeschichtet. (Siehe Jahresbericht 2011)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 8.3.2009 


Das ursprünglich schnurgerade Gleis haben die Tonmassen wiederholt auch zur Seite gedrückt. Dabei sind auch massive Schwellen aus Eiche und Buche zerstört worden. Nach dem Bahnübergang wurden gerade alle beschädigten Schwellen zusammen entfernt und die Schienen provisorisch mit Spurstangen bis zum Einbau der neuen Schwellen in ihrer Position gesichert. Gut zu sehen, die sich als Fundament unter dem Geleise befindliche, vor Ort gegossene Betonplatte. Das schotterlos verlegte Gleis wurde ursprünglich bei jeder 5ten Schwelle mit Armierungsstäben darauf befestigt.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 8.3.2009 


Die "neuen" vorgebohrten Schwellen sind in Position. Zum Einsatz kamen damals noch alt brauchbare, halbierte Bahnschwellen der SBB. An dieser durch seitlichen Druck stark belasteten Stelle wurden die Schienen mit 2x 4 Schrauben befestigt. Die konischen Schwellenschrauben konnten Dank eines in der Grube vorhandenen Stromanschlusses mit dem Schlagschrauber eingedreht werden.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.3.2009 

 
Endstation Grube Eriwis. Unter dem Erdhaufen ist noch ein betonierter Prellbock vergraben. Nach einem Malheur zu Zeiten der Ziegelei mit entlaufenen Wagen kam man zur Erkenntnis, dass zum Abbremsen von Wagen ein weicher Erdhaufen im Notfall doch die bessere Wahl sei als ein hartes Ende. Bei der "grossen" Eisenbahn sind Prellböcke oft verschiebbar und zusätzlich mit speziellen Dämpfungselementen versehen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.3.2009 

 
Der Bereich der Endstation wurde für den Ausstieg von Passagieren mit Ton vom nahen Tondepot aufgeschüttet. Der so entstandene Perron wurde noch mit heute schattenspendenden Sträuchern und Bäumen eingerahmt. An der Stelle wurde einst mit einem Frontlader der Ton vom Tondepot in die Wagen der Grubenbahn eingefüllt. Personenverkehr, ausser gelegentlichen Mitfahrten im Lokführerstand, gab es auf der rein industriell genutzten Feldbahn nie.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.3.2009 

 
Gleis und Weg in einer kahl und grosszügig freigeräumten Umgebung. Allerdings sollte es gar nicht sehr lange dauern bis das Tondepot wieder ins Rutschen geraten wird und die investierte Arbeit zunichtemacht. Dies war dann 2 Jahre später auch Auslöser für eine tiefgreifende Sanierung des gesamten Areals um das Tondepot herum.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.3.2009 

 
Blick vom noch hohen Tondepot auf den Bahnübergang. Vom Holzgerüst neben dem Gleis (links im Bild) wurde bei feuchter Wetterlage vor dem Befüllen der 3 Kastenkippwagen mit klebrigem Ton eine Schicht Sägemehl als Trennmittel in die Wagen eingefüllt. Das Konstrukt ist heute bergseitig umgebaut eine kleine Terrasse zum nahen Vereinsgebäude des Grubenbesitzers aus dem Bereich Naturschutz.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 4.4.2009 


Auch wenn nur eine Feldbahn gab es durch Bodenverschiebungen an einigen Stellen mittlerweile (zu-) grosse Schienenstösse. Solche Spalten produzieren unnötige Schläge auf die Räder und nutzen die Schienenenden stark ab. Um nicht die mittlerweile vorgespannten Laschen lösen zu müssen, wurden fusslose Schienenstücke eingeschweisst. Was bei nur langsam fahrenden Feldbahnen als pragmatische Lösung durchaus üblich war (oft sogar ohne Schweissung) war bei der "grossen" Eisenbahn aber natürlich stets tabu.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 11.4.2009 

 
Solange die Bäume noch ohne Blätter sind, kann Sonnenlicht auch auf den Waldboden treffen. Diese kurze Zeit im Frühling nutzen diverse kleine Pflanzen mit ihren weiss (Buschwindröschen) und gelben (Scharbockskraut) Blüten und lassen den Waldboden dazu noch ergrünen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 11.4.2009 

 
Grube Eriwis. Das Gebäude hinter dem Zug war die Aufenthaltsbaracke für die Arbeiter der Zürcher Ziegeleien, am Bildrand rechts hinten noch ein Teil des Schopfs für den einst in der Grube stationierten Frontlader. (Zum Vergleich siehe auch die Berichte über die "Zürcher Ziegeleien in Schinznach Dorf" - Teil1 und 2)

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.4.2009 


Die erst vor einem halben Jahr fertig gestellte Kipplore ergänzt als das klassische Feldbahnfahrzeug nun oft den Zug. Auch auf den Wiesen haben sich hübsche Frühblüher schon breit gemacht (Wiesen-Schaumkraut).

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.4.2009 

 
Die am Hang zur Grube Eriwis führende Feldbahnstrecke erlaubt auch einen Ausblick ins Mittelland. Links, gerade von einem dünnen Zweig die Spitze markiert, der höchste Punkt der Lägern bei Baden.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.4.2009 

 
Güterzug mit dem gesamten BEB Rollmaterial. Im Hintergrund die Waldlichtung mit der Wiese und einem Kleingarten des einst da beschäftigten letzten Angestellten, welcher mit Frontlader und Grubenbahnzug alleine für den ganzen Abbau/Verlad von Opalinuston zuständig war. Heute wird das Areal weitgehend von einem "Arzneimittelgarten" in Beschlag genommen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 9.5.2009 

 
Der kleine Feldwegübergang zu Beginn des Grubengeländes musste wieder einmal erneuert werden. Die Trittflächen und Kanten erhielten dabei zur Verstärkung und zum Schutz gegen Ausrutschen Streifen aus Riffelblechen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 16.5.2009 

 
Durch den Einsatz der durch die Zürcher Ziegeleien zuletzt da eingesetzten 11t schweren DS90 Lokomotive wurde das gesamte Hauptgleis auf eine vor Ort gegossene Fundamentplatte verlegt. Davon ausgenommen wurde das noch als Abstellgleis benutzte ehemalige Übergabegleis zum einstigen Bremsberg. Das Gleis liegt da direkt auf dem verdichteten Boden ohne Kofferung. So ist hier auch der Bewuchs durch Grünzeug besonders stark und bedarf etwas mehr Aufmerksamkeit beim Unterhalt.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 16.5.2009 

 
Kurzer Güterzug mit L20 und S21 auf der Fahrt von der Grube Eriwis zur Bözenegg.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 22.5.2009 

 
Zwei unglücklicherweise in einer Kurve an beiden Schienen am selben Ort angebrachte Schienenstösse führen im Sommer bei Dehnung der Schienen zu einem mehr oder weniger ausgeprägtem Knick im Gleis. Um das seitliche Ausknicken etwas zu reduzieren, kam hier auf dem ursprünglich schotterlos gebauten Gleis erstmals auch Schotter zur Stabilisierung zum Einsatz. Da der Unterhaltsaufwand (ausschliesslich manueller Grünschnitt) mit dem zu den Schwellen ebenen Schotter auch einfacher wird, konnte Dank der Tunnelbaustelle nebenan später noch nachträglich fast das gesamte Gleis analog eingeschottert werden. An dieser Problemstelle wurden später noch zusätzliche Spurstangen eingeschweisst und verstärkte Verbindungslaschen eingebaut.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 14.6.2009 

 
Blick vom Tondepot auf den Bahnübergang Eriwis.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 14.6.2009 

 
Mit den vorhandenen Wagen können nun alle notwendigen Unterhaltsarbeiten am und um das Gleis gut ausgeführt werden. Ersatz von Schwellen, Materialtransport, Pflanzen von Sträuchern. Die Kipplore S21 hat für den Wassertransport an der Mulde unten auch einen Absperrhahn mit Anschluss für einen Gartenschlauch.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 25.6.2009 

 
Die Endstation Bözenegg beim Depot erhielt erste kleine "Bahnhofs-Accessoires". Die als "Bahnhofsuhr" vertriebene Küchenuhr vertrug aber den Freilufteinsatz auf Dauer nicht und auch die Lampe vom Flohmarkt überzeugte nicht so richtig. Meine diesbezüglichen Tätigkeiten wurden aber damals von der Ziegelei sowieso eher kritisch beobachtet, war meine Anwesenheit doch vor allem zur Aufsicht des stillgelegten Grubenareals geschätzt. Der mir am Herzen liegende Erhalt von Bahn und Industriekultur spielte da nie eine Rolle.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.7.2009 

 
Unweit der Abzweigung zum ehemaligen Bremsberg gab es damals noch eine urchige Waldwiese. Heute befindet sich da ein zum Schutz vor Wildschweinen und Rotwild eingezäunter "Arzneimittelgarten".

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.7.2009 

 
Nur als Mieter waren Verbesserungen am Depot nur eingeschränkt möglich, war doch auch die Zukunft immer etwas ungewiss. Die schon durchlässigen alten Holztore mussten aber dennoch saniert und mit einer Blechverkleidung versehen werden. Für die Verpflegung zwischendurch sorgen ein paar gepflanzte Sträucher mit Beeren.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 26.7.2009 

 
Blick aus dem Führerstand auf das Gleis im Grubenareal Eriwis. Die anfangs Jahr mit viel Aufwand abgetragene Flanke des Tondepots hat bereits wieder ein Teil des Weges zugeschüttet. Bis zum nächsten Jahr wird auch das Gleis wieder erreicht sein. Daher erfolgte dann 2011 eine weitere sehr tiefgreifende Umschichtung der Tonmassen mit Reduzierung der Höhe des Tondepots um mehrere Meter.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 22.8.2009 

 
Beim Depot Bözenegg wurde ein Ausfahrsignal Richtung Eriwis geplant. Das Lichtsignal ist an die Grössenverhältnisse von Feldbahnen angepasst. Die gestuften Fresnel-Linsen zur Bündelung des Lichtes stammen hingegen original von einem alten SBB Signal. Das Signal wird mit stromsparenden 12V LED Leuchtmittel betrieben.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 29.8.2009 

 
Wie bei Eisenbahnsignalen üblich befindet sich im Gegensatz zum Strassenverkehr das Grün oben und Rot unten. Der Zug hat das Ausfahrsignal Bözenegg passiert und fährt nun Richtung Eriwis. Eine Grünphase kann von der Lok aus vor dem Signal beantragt werden und wird zeitlich gesteuert.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 29.8.2009 

 
Zurück von der Grube fährt der Zug am mittlerweile Richtung Eriwis rot zeigenden Ausfahrsignal vorbei.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 29.8.2009 

 
Vor dem Depot Bözenegg auf dem ehemaligen Hauptgleis zur Verladerampe. Ein Depotneubau in den 60er Jahren vertauschte die Zufahrtsgleise. Das einstige, über die gerade stehende Weiche befahrbare Hauptgleis, wurde danach zur Depotzufahrt. Eher unüblich führte danach das Hauptgleis über die Weiche in Ablenkung. Die gut sichtbaren beleuchteten Weichensignale kamen erst in der Zeit der BEB dazu.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 11.9.2009 

 
Mit der Kipplore S21 kann auch Wasser transportiert werden. Dabei ist aber Fahren mit etwas Gefühl und vorsichtiges Bremsen von Vorteil.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 11.9.2009 

 
Die Kippmulde hat an ihrer Unterseite auch einen Absperrhahn mit Anschluss für einen Gartenschlauch zur Bewässerung von neu gesetzten Pflanzen. Die pulverbeschichtete Kipplore S21 ist für leichtes Schüttgut und Wasser gedacht, für Steine und Schotter wird später noch eine weitere feuerverzinkte Kipplore gebaut (S22).

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 12.9.2009 

 
Das zu durchquerende Waldstück befindet sich auf einem ehemaligen Hangrutsch und ist noch stets in leichter Bewegung besonders nach längeren Regenperioden. Im Gegensatz zu einem einfach korrigierbaren Schotterbett können die Betonplatten unter dem Gleis nicht nachjustiert werden. Erste Korrekturen der Gleislage erfolgten hier daher mit schmalen Unterlagen aus Schalungsbrettern. Mittlerweile (2026) befindet sich hier über den einstigen Fundamentplatten aber ein "echtes" ca. 15cm dickes Schotterbett welches in der üblichen Art periodisch durch Nachstopfen mit Schotter korrigiert werden kann. In einer Kurve ist eine leichte Überhöhung der Aussenschiene jedoch immer auch gewollt.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 12.9.2009 

 
Probefahrt über das noch schotterlose mit Unterlagen neu justierte Gleis.

 

 


 

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