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Stockholm verabschiedete sich mit Umstellung Schwedens auf Rechtsverkehr am 3.9.1967 von seinen letzten städtischen Strassenbahnen. Neben dem einst von der "Stockholms Spårvägar" betriebenen umfangreichen Netz aus Stadt- und Vororts-Linien existierten auch noch zwei unabhängige Gesellschaften, welche die Verbindung zur Insel Lidingö herstellten. Deren Geschichte, in vielen Bereichen mit den Stockholmer Strassenbahnen verbunden und ebenfalls von der Stilllegung der "Stockholms Spårvägar" direkt betroffen, ist in einem separaten Beitrag beschrieben (siehe Södra Lidingöbanan).
Dem Zeitgeist entsprechend und die Umstellung auf Rechtsverkehr als Vorwand nutzend, wurde so Stockholm 1967 von den noch verbliebenen Strassenbahnen befreit, um Platz für die damals überall von Verkehrsplanern favorisierten autogerechten Städte zu schaffen.
Als Besonderheit besass Stockholm neben den städtischen Linien auch ein flächendeckendes Netz aus Vorortsbahnen, welche unter Benutzung der städtischen Tramlinien direkt das Zentrum Stockholms erreichen konnten. Ab 1933 wurden für einige der Vorortsbahnen auch Tunnelstrecken ins Zentrum gebaut.  
Diese ausserhalb der Stadt meist auf eigenem Gleiskörper angelegten Vorortsbahnen wurden mit komfortablem Rollmaterial betrieben, welches sich durch ein hohes Sitzplatzangebot auszeichnete. Mitte der 40er bis zu Beginn der 50er Jahre gab es nochmals umfangreiche Neuanschaffungen von sehr modernem, für Mehrfachtraktion (Tw+Bw+Bw+Tw) geeignetem Rollmaterial. Allerdings wurden zeitgleich auch schon erste Vorortslinien auf einen zukünftigen U-Bahnbetrieb mit seitlicher Stromschiene umgebaut. Diese 70 km/h schnellen Fahrzeuge vom Typ A24 (Triebwagen) B24 (Beiwagen) kamen daher auch im Vorlaufbetrieb auf den zukünftigen noch mit Oberleitungen versehenen U-Bahn Strecken zum Einsatz. Einer der ersten Einsätze für die neuen A24/B24 Fahrzeuge war dabei die Linie 11 via Alvik nach Ängby. So wurden die Wagen danach zeitlebens auch als "Ängbyvagn" bezeichnet. 

Bis 1967 wurden so die Vorortslinien, denen der Zugang über die Strassenbahnlinien ins Zentrum danach auch verwehrt wurde, auf U-Bahnbetrieb umgebaut oder ebenfalls stillgelegt. 
Da U-Bahn Bauten mit immensen Kosten und einem grossen Zeitbedarf einhergehen, blieben zum Zeitpunkt der Einführung des Rechtsverkehrs 1967 und Stilllegung der Strassenbahn noch 3 Linien ehemaliger Vorortsstrecken übrig. Alle Linien (Lidingö 20,21) und die einzige der ehemaligen Stockholmer Strassenbahn (12) wurden jedoch zu provisorischen U-Bahn Zubringerlinien in den Vororten verkürzt. Alle Linien besassen weitgehendst ein eigenes Trassee und wurden mit den A24/B24 Zweirichtungs-Fahrzeugen mit beidseitigen Türen betrieben. Sie konnten so ohne Umbauaufwand sowohl im Links- wie auch Rechtsverkehr eingesetzt werden. 
Es war aber stets Absicht diese Strecken nur als Provisorium weiterzubetreiben bis ein Entscheid zum Umbau als U-Bahn oder Umstellung auf Busbetrieb gefällt wird. Für die Lidingö-Linie 20 wurde ein Busersatz im Jahre 1971 umgesetzt (siehe Bericht über Lidingö). So verblieben nach 1971 noch die Stockholmer Linie 12 von Alvik nach Nockeby und die Linie 21 auf Lidingö, beide jedoch mit äusserst unsicherer Zukunft. Immer mal wieder von der Politik bedroht und nur mit minimalstem Aufwand in Betrieb gehalten, überlebten so beide Bahnen irgendwie die nächsten Jahrzehnte. 
Nachdem langsam auch finanzielle Realitäten allzu hochfliegende U-Bahn Träume platzen liessen und die beiden mit Rollmaterial aus den 40er Jahren betriebenen Bahnen stets klaglos ihren Dienst erfüllten, begann sich das Blatt zugunsten der beiden zufällig erhaltenen Vorortslinien bzw. den Reststücken davon zu wenden. 
  
Mit der Gründung der "Storstockholms Lokaltrafik" (SL) gelangten beide bis dato unabhängigen Bahnen unter dieselbe Schirmherrschaft. Bezüglich einer langfristigen Zukunft zwar noch stets im Unklaren startete zu Beginn der 80er Jahre SL (Storstockholms Lokaltrafik) ein umfangreiches Modernisierungs-Programm (Refit) an den bereits 40-jährigen A24/B24 Fahrzeugen. Zumindest ging man damals von einem mittelfristigen Weiterbestand (ca.30Jahre) der beiden, zu U-Bahn Zubringerlinien verkürzten Tramlinien 120 und 221 (Södra Lidingö) aus. Durch eher arglose Verschrottungen der vorangegangenen Jahre dezimiert, gab es für diese Umbauten aber nur noch einen knappen Wagenbestand von A24/B24 Fahrzeugen. Zur Entlastung der mit diesen Arbeiten beauftragten U-Bahn Werkstätten in Hammarby wurden nun die im Prinzip baugleichen Fahrzeuge der Nockeby- und Lidingö-Bahnen vom Typ A24/B24 zwischen den einst unabhängigen, nun aber beide unter der Obhut von SL stehenden Bahnen frei getauscht. Ein provisorischer Umbau für Betrieb ohne Kondukteur mit vom Fahrer schliessbaren Türen war dabei vorrangig. Der Umbau zu A30/B30 (Nockeby) bzw. A30B/B30B (Lidingö) beinhaltete danach auch eine komplette Neugestaltung des Innenraums. Ursprünglich noch im traditionellen blau/weiss ausgeliefert, änderte der Anstrich im Laufe des Umbauprogramms auf das "modernere" Blau mit weisser Zierlinie analog zum neu eingeführten Anstrich der U-Bahn. 

Nachdem weltweit die Erkenntnis gewachsen war, dass Städte nicht nur den Autos gehören sollten und U-Bahnen aus vielerlei Gründen auch nicht die Lösung allein sein können, kam es auch in Stockholm zum "Revival" der Strassenbahn. So wurden beide Linien um 2010 für einen langfristigen Bestand nachhaltig saniert und mit neuen niederflurigen Gelenkwagen bestückt. Dazu sind neue Strassenbahnlinien im Bau oder bereits realisiert und stellen auch wieder Verbindungen zwischen den heute noch getrennten Linien her. 
Die im Beitrag zu sehenden "Ängby-Wagen" (A24/B24 ab 1985: A30/B30) blieben auf der Linie 12 (Nockebybanan) bis 2009, auf der Lidingö-Linie (21) bis 2013 in Betrieb und waren mit über 65 Betriebsjahren die ältesten im regulären Verkehr eingesetzten Strassenbahnen Schwedens. 

Die ursprünglich vom Zentrum Stockholms (Tegelbacken) via Alvik nach Nockeby führende Vorortslinie 12 der "Stockholms Spårvägar" wurde mit Eröffnung der U-Bahn nach Alvik-Ängby-Hässelby im Jahre 1952 zur U-Bahn Zubringerlinie verkürzt.
Die Linie 12 wurde auf dem heute noch bestehenden Abschnitt Alvik-Nockeby in folgenden Etappen eröffnet:

1914: Alvik-Alléparken
1923: Alléparken-Smedslätten
1924: Smedslätten-Ålsten gård
1926: Ålsten gård-Höglandstorget
1929: Höglandstorget-Nockeby

Zur besseren Verbindung mit den U-Bahnzügen wird die Linie 12 (1975-1989: Linie 120) noch heute bis zur ersten Haltestelle Alléparken im Linksverkehr betrieben. Eine weitere Besonderheit der Linie ist das direkte Überqueren der Zentrumsplätze der Vororte als klassische Strassenbahn. So ergeben sich beste Ausstiegs- und Umsteige-Möglichkeiten ohne lange Zugangswege. Dazu erlaubten diese sehr kurzen Strassenbahnabschnitte dem Fotografen bei entsprechendem Aufnahmestandort zumindest bildlich etwas das Rad der Zeit zurückzudrehen, in eine Epoche als blau/weisse Strassenbahnen noch zum normalen Stadtbild Stockholms gehörten.

 

 

 Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Smedslätten, Smedslättentorget
SL ex. Stockholms Spårvägar B24 647 Bj.1946 ASEA/ASJ + A24 368 Bj.1944 ASEA/ASJ. 
Einer der letzten Einsätze eines noch fast im Ursprungszustand befindlichen A24/B24 Zuges der ehemaligen Stockholms Spårvägar. Diese für die Stockholmer Vorortsbahnen gebauten komfortablen Wagen waren auch für Mehrfachtraktion für Züge aus Tw+Bw+Bw+Tw ausgelegt. Dafür wurde die Scharfenberg Kupplung eingeführt. Dem abgebildeten Steuerwagen sind aber bereits die elektrischen Kupplungskontakte entfernt worden da es auf dem verbliebenen Reststück der Linie 12 nur noch die Zusammenstellung Tw+Stw gab. Im Gegensatz zu den fabrikneu als Steuerwagen gelieferten Wagen der Lidingö-Bahnen, wurden alle B24 Steuerwagen der Stockholms Spårvägar ursprünglich als Beiwagen geliefert und um 1957 zu Steuerwagen umgebaut.
Der abgebildete Zug aus B24 647 + A24 368 wird ab 1988/89 zum B30B 608 / A30B 311 umgebaut auf der Södra Lidingöbanan (Linie 221 bzw. 21) bis 2013 in Betrieb stehen. Auf der Linie 12 werden die Einsätze von "Ängby-Wagen" (A30/B30) bereits im Jahre 2009 enden.   

 

 

Originalbild anzeigen Grafik BEB


Linienplan der letzten nach 1967 übriggebliebenen Tramlinie 12 (1975-1989: Linie 120) der ehemaligen Stockholmer Strassenbahn (Stockholms Spårvägar). Mit Einsatz von A24/B24 Zweirichtungsfahrzeugen auf der Linie 12 wurde die Kehrschleife Nockeby aufgegeben. Am 26.10.1952 nahm die ehemalige Tramlinie 11 nach Ängby (-Hässelby) als U-Bahn ihren Betrieb auf. Zum selben Datum wurde die Linie 12 vom Zentrum Stockholms (Tegelbacken) nach Alvik verkürzt. In der Funktion als U-Bahn Zubringerlinie überlebte die Tramlinie als Einzige die Einstellung der Stockholmer Strassenbahn im Jahre 1967 in Zusammenhang mit der Umstellung Schwedens auf Rechtsverkehr. Mehr als Provisorium für einen späteren U-Bahnausbau gedacht, blieb die Zukunft der Linie aber bis nach der Jahrtausendwende ungewiss. Heute ist die Linie 12 zusammen mit den Linien 7,21,30,31 Teil von "Spårväg City". In Alvik besteht jedoch keine Gleisverbindung zu den da unter der Endhaltestelle kreuzenden, neu gebauten Linien 30 und 31. Das Depot Bromma mit Gleisverbindungen zur U-Bahn dient heute fast nur noch der Linie 12, für die Fahrzeuge der Linien 30,31 wurde unweit vom ehemaligen Endpunkt Ulvsunda der einst ebenfalls von Alvik abzweigenden Tramlinie 13 (stillgelegt 1.6.1950) ein neues Depot gebaut. 

 

 


 

 

Die folgenden Bilder sind in der Reihenfolge von Alvik nach Nockeby angeordnet

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Alvik
Endstation der Linie 12 seit dem 26.10.1952 und Übergang zur mit seitlicher Stromschiene betriebenen U-Bahn (Tunnelbanan). Die U-Bahn entstand aus der ehemaligen Vororts-Tramlinie 11 nach Ängby, dem ersten Einsatzort der ab 1944 von ASEA gelieferten A24/B24 Wagen. Die damals da oft in der Kombination Tw+Bw+Tw eingesetzten Fahrzeuge wurden danach zeitlebens als "Ängbyvagn" bezeichnet.
Storstockholms Lokaltrafik SL A30 305 ex. A24 377 Bj.1944 ASEA + B30 601 ex. SSLidJ 32 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Alvik
Im Hinblick auf eine spätere Umstellung auf U-Bahn Betrieb (Linksverkehr) und besseren Umstiegsmöglichkeiten verblieb in Alvik bis zur ersten Haltestelle Alléparken die Tramlinie 12 auch nach 1967 im Linksverkehr. Dies war mit den A24/B24 Vorortswagen mit beidseitigen Türen problemlos möglich. Der hier sichtbare Ausbaustandard mit dem kreuzungsfreien nach links abzweigenden Überführungsbauwerk macht den einst geplanten Ausbau zur U-Bahn gut sichtbar. Die links vom Tramzug sichtbaren, geradeaus weiterführenden Geleise der U-Bahn führen weiter nach Ängby-Hässelby und waren bis 1952 Teil der Vororts-Tramlinie 11. Die am rechten Bildrand sichtbare Weiche nach rechts gehört zum Zufahrtgleis zum Depot Bromma. Da gibt es für Fahrten mit Dienst-/Baufahrzeugen auch eine Verbindung zum Gleisnetz der U-Bahn. 
SL A30 305 ex. A24 377 Bj.1944 ASEA + B30 601 ex. SSLidJ 32 Bj.1952 ASEA/ASJ

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Alvik, Überführungsbauwerk über den Drottningholmsvägen
Der aufwändigen Anbindung der nach 1967 einzig übriggebliebenen Tramlinie 12 direkt in den U-Bahnhof Alvik war deutlich der damals für später geplante Umbau der Linie auf U-Bahn Betrieb anzusehen. Viele aus Vorortsbahnen entstandene U-Bahnlinien wurden in den Jahren des Umbaus vorübergehend auch mit den Vorortswagen A24/B24 befahren. Hier fährt der Zug im Linksverkehr Richtung Alvik. 
SL ex. Stockholms Spårvägar A24 368 Bj.1944 ASEA/ASJ + B24 647 Bj.1946 ASEA/ASJ 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Äppelviken, Alviksvägen/Timmervägen
Der damals letzte, weitgehend noch im originalen Zustand mit Falttüren und einer Front mit 2 Fenstern ausgestattete, als A24/B24 der einstigen Stockholms Spårvägar verkehrende Zug. Dazu fährt hier der von Alvik kommende Zug auf dem einzigen im Linksverkehr verbliebenen Streckenstück zur Haltestelle Alléparken. So gab es hier fast eine museale Situation aus früheren Tagen im Linksverkehr wie vor 1967 als Stockholm dazu noch ein wahres Eldorado für Strassenbahnen und meist auf eigenem Trassee angelegten Vorortsbahnen war. Ein baugleicher Lidingö ex. Nockeby Triebwagen A24C 373 ist in blau/weisser Farbgebung museal erhalten geblieben und war gelegentlich auf der Djurgårdslinjen (7N) im Einsatz (heute in Malmköping). Leider blieb kein dazu passender B24 Steuerwagen erhalten.
Nur kurze Zeit nach der Aufnahme kam dieser Zug in die SL Werkstätte  Hammarby zum Totalumbau zu A30B/B30B für die mittlerweile auch zur SL gehörenden Lidingölinie. 
SL ex. Stockholms Spårvägar A24 368 Bj.1944 ASEA/ASJ ab 1988: A30B 311 "Hercules" +
B24 647 Bj.1946 ASEA/ASJ, ab 1989: B30B 608 "Korvetten"
P.S.: Nur Lidingöwagen erhielten nach dem Umbau zu A30B/B30B zusätzlich noch Namen.  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Äppelviken, Haltestelle Alléparken
Gleiskreuzung für den Wechsel auf Rechtsverkehr in Richtung Nockeby. Dank der Bauweise als  Zweirichtungsfahrzeuge mit Türen auf beiden Seiten konnten die A24/B24 bzw. A30/B30 Fahrzeuge problemlos im Links- wie auch Rechtsverkehr eingesetzt werden. 
Die Haltestellen "Alléparken" sind verschoben, in Richtung Nockeby ist die Haltestelle noch im Linksverkehr (im Bild hinten rechts vom Zug zu erkennen) und in der Gegenrichtung vor der Gleiskreuzung im Rechtsverkehr (im Rücken des Fotografen). 
SL A30 305 ex. A24 377 Bj.1944 ASEA + B30 601 ex. SSLidJ 32 Bj.1952 ASEA/ASJ
Der Triebwagen ist 1985 zum A30 umgebaut worden. Dabei ersetzte man für den Einsatz auf der Linie 12 (Nockebybanan) die komplexen Scharfenberg-Kupplungen durch einfachere Albert-Kupplungen. Für die Steuerleitungen wurden an den Stirnseiten der Triebwagen zwei separate  Kupplungsdosen eingebaut. Die A30B der Lidingöbanen behielten jedoch ihre Scharfenberg-Kupplungen. Zur Warnung gab es Signalpfeifen auf dem Dach oder Signalhörner an den Frontseiten.  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Äppelviken, Alviksvägen/Västerled,  Haltestelle Alléparken
Obwohl es seit 1967 in Stockholm keine Strassenbahn mehr gab, konnte man mit dem richtigen Blickwinkel auf der Linie 12 (120) noch etwas Strassenbahn-Atmosphäre herbeizaubern und war es nur auf den Querungen von Strassenkreuzungen oder kleineren Plätzen. Dazu passend war auch der bei den früh zu A30/B30 umgebauten Fahrzeugen angewandte Anstrich im traditionellen Blau/Weiss. Gut sind auch die Verbindungskabel zwischen Trieb- und Steuer-Wagen als Folge der hier eingeführten einfachen Albert-Kupplungen zu sehen.
Der hier sichtbare Triebwagen A30 302 besitzt eine bewegte Geschichte. Er wurde 1944 als A24 383 von der Stockholms Spårvägar auf der Vorortslinie 11 (Ängby) in Betrieb gesetzt. Nachdem immer mehr Vorortslinien stillgelegt oder durch U-Bahn Betrieb ersetzt wurden, konnte die Södra Lidingöbanan (SSLidJ) den Wagen im Jahre 1959 kaufen und als A24 47 in Betrieb nehmen. Unter SL wurde der Triebwagen 1982 zum A30 302 für die Nockebybanan (Linie 12) umgebaut und erhielt wie alle frühen Umbauten noch den blau/weissen Anstrich. So gelangte der Triebwagen wieder zurück auf seine angestammten Geleise der einstigen "Stockholms Spårvägar". Nachdem die "Ängby-Wagen" im Jahre 2009 auf der Linie 12 ausgemustert wurden, kam der Triebwagen als einzig erhaltener A30 in seinem letzten, nun vollständig blauen Anstrich zur Museumsbahn in Malmköping. 
SL A30 302 ex.SSLidJ 47 ex. 383 Bj.1944 ASEA/ASJ + B30 602 ex. 637 Bj.1944 ASEA/ASJ  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Äppelviken, Alviksvägen/Västerled,  Haltestelle Alléparken
Während dem Umbauprogramm für die A24/B24 Fahrzeuge in A30/B30 Wagen änderte das Farbkonzept vom traditionellen Blau/Weiss zum gerade bei den U-Bahnen neu eingeführten Anstrich in Blau mit weisser Zierlinie. So waren auch farblich gemischte Züge für mehrere Jahre keine Seltenheit. Beide Wagen des abgebildeten Zuges sind ehemalige Fahrzeuge der Södra Lidingöbanan (SSLidJ). Der zum SL A30 303 umgebaute ehemalige Södra Lidingöbanan Triebwagen 46 erwarb im Jahr 1959 die SSLidJ allerdings als A24 382 von der Stockholmer Strassenbahn. So kehrte auch der umgebaute Triebwagen 303 wieder auf seine ursprünglichen Geleise zurück. 
B30 603 ex.SSLidJ 29 Bj.1951 ASEA/ASJ + A30 303 ex.SSLidJ 46 ex.382 Bj.1944 ASEA/ASJ 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Äppelviken, Alviksvägen/Asplundsvägen
Durch die vom Fahrgastraum abgetrennte Fahrerkabine konnte an heissen Tagen problemlos auch mit offener Führerstandtüre gefahren werden. Der letzte traditionelle A24/B24 Tramzug auf seiner Fahrt nach Nockeby. Das linke Führerstandfenster war ursprünglich ein Schiebefenster zum Öffnen. Dadurch konnte der Fahrer mit dem stirnseitig befestigten Stellhebel die Weichen aus dem Führerstand heraus manuell umstellen. Da es auf der vom Stadtzentrum nach Alvik verkürzten Linie 12 keine in Strassen befindliche Weichen mehr gab, konnten die aussen befestigten Stellhebel entfernt werden. An einigen Triebwagen wurden danach noch vor Umbauten zu A30 Triebwagen die bezüglich Dichtung heiklen Schiebefenster durch zwei fest eingelassene Scheiben ersetzt. 
SL A24 368 der ehemaligen Stockholms Spårvägar wird bald nach der Aufnahme in Hammarby zum ersten für die Lidingo Bahn (Linie 221) umgebauten A30B 311 werden. (Serie 311-324). Aus dem Steuerwagen B24 647 wird ebenfalls für die Lidingö-Linie der B30B 608 entstehen. (Serie 608-613). 
SL A24 368 Bj.1944 ASEA (Serie 365-393) + SL B24 647 Bj.1946 ASEA/ASJ    

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Smedslätten, Alviksvägen/Äppelviksgatan
Triebwagen SL A30 305 ex. Stockholms Spårvägar A24 377 Bj.1944 (1985) ASEA (SL) +
SL B30 601 ex. Södra Lidingöbanan SSLidJ 32 Bj.1952 (1983) ASEA/ASJ (SL Hammarby)
Der Zug vereint mit den Baujahren 1944 und 1952 die gesamte Bauzeit von A24/B24 Fahrzeugen. Die 1952 gebauten Fahrzeuge waren Ersatzlieferungen für die 1949 beim verheerenden Depotbrand in Aga zerstörten Fahrzeuge der Södra und Norra Lidingöbanan.   

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Smedslätten, Fågelsmygen
Das rechte Gleis ist kein 3-Schienengleis für eine Meterspurbahn, sondern nur eine mit einer Sicherungsschiene ausgestattete Kurve als Schutz für die da tiefer liegenden Wohnhäuser im Falle einer Entgleisung. Sicherungsschienen werden ansonsten meist auch auf Brücken eingebaut. Die Höchstgeschwindigkeit der ab 1944 gelieferten A24 Vororts-Triebwagen betrug ursprünglich beachtliche 70-75km/h. Die zu A30 für die Nockebybanan umgebauten Wagen besassen danach noch ein vmax. von 50km/h, die A30B für die Lidingöbanan ein vmax. von 65km/h. 
SL B30 603 ex. Södra Lidingöbanan (SSLidJ) 29 Bj.1951 (1984) ASEA/ASJ (SL Hammarby) +
SL A30 303 ex. SSLidJ 46 ex. Stockholms Spårvägar 382 Bj.1944 (1984) ASEA/ASJ (SL) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Smedslätten, Smedslättvägen/Flädermorsbacken
SL A24 368 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1944 ASEA (Serie 365-393), 4x63kW, 70km/h +
SL B24 647 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1946 ASEA/ASJ (Serie 630-639, 646-651)
Alle Steuerwagen der Stockholmer Strassenbahn wurden ursprünglich als Beiwagen für Züge aus Tw+Bw+Tw geliefert und erst 1957 zu Steuerwagen umgebaut. Die A24/B24 Fahrzeuge bestanden von Beginn weg aus vielen einheitlichen Bauelementen, sodass auch ein nachträglicher Einbau eines Führerstandes in die Beiwagen kaum Änderungen am Wagenkasten verursachten.    

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Smedslätten, Smedslättstorget, Haltestelle Smedslätten 
In den Vororten quert die auf eigenem Trassee angelegte Linie 12 meist die zentralen Plätze und erlaubte da auf wenigen Metern noch etwas den Eindruck von klassischen Strassenbahnen von welchen sich Stockholm im Jahre 1967 eigentlich verabschiedet hatte. Diese Art der Linienführung erlaubt den Fahrgästen direkten Ausstieg an ihren Zielorten ohne zuerst lange unterirdische und unfreundliche Zugänge benutzen zu müssen. Ein Konzept, dass erst in jüngster Zeit beim Bau neuer Strassenbahnen / Stadtbahnen (auch in Stockholm) wieder entdeckt wird.
SL A30 303 ex. SSLidJ 46 ex. Stockholms Spårvägar 382 Bj.1944 (1984) ASEA/ASJ (SL) +
SL B30 603 ex. Södra Lidingöbanan (SSLidJ) 29 Bj.1951 (1984) ASEA/ASJ (SL Hammarby)

 

 

 Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Smedslätten, Smedslättstorget, Haltestelle Smedslätten 
Je nach dem Einrücken/Ausfahrt ins/vom Depot waren die Züge unterschiedlich auf der Strecke anzutreffen, so gab es Triebwagen Seite Nockeby wie auf dem Bild oder auch Richtung Alvik wie im vorgängigen Bild. Nachdem auf der Linie 12 ab 1952 auch  Zweirichtungsfahrzeuge A24/B24 zum Einsatz gekommen waren, wurde die Kehrschleife in Nockeby abgebrochen. 
Triebwagen SL A30 305 ex. Stockholms Spårvägar A24 377 Bj.1944 (1985) ASEA (SL) +
SL B30 601 ex. Södra Lidingöbanan SSLidJ 32 Bj.1952 (1983) ASEA/ASJ (SL Hammarby) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Ålsten, Bergviksvägen
Bei den  für die Nockebybanan umgebauten A30/B30 wurden die empfindlichen, mit integrierten Steuerleitungen versehenen Scharfenberg-Kupplungen durch einfache Albert-Kupplungen ersetzt. Dafür mussten für die Steuerleitungen stirnseitig zwei separate Kupplungsdosen montiert werden. Da die Züge auf der übriggebliebenen Linie 12 als Paar meist zusammenblieben eine Vereinfachung im Unterhalt. Das Signalhorn war einst, neben der braunen Farbe, auch ein typisches Merkmal der als Eisenbahn betriebenen Södra Lidingöbanan. Die A24/B24 Fahrzeuge für die Vorortslinien der Stockholms Spårvägar waren dagegen mit Signalpfeifen auf dem Dach ausgerüstet.  
SL A30 303 ex. SSLidJ 46 ex. Stockholms Spårvägar 382 Bj.1944 (1984) ASEA/ASJ (SL) +
SL B30 603 ex. Södra Lidingöbanan (SSLidJ) 29 Bj.1951 (1984) ASEA/ASJ (SL Hammarby) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Ålsten, Bergviksvägen
Der klassische A24/B24 Strassenbahnzug 368+647 der einstigen Stockholms Spårvägar noch mit den ursprünglichen Falttüren welche aber bereits vom Fahrer fernbedient werden konnten. Der Betrieb ohne Kondukteur wurde damit auf der SL Linie 12 bereits Jahre vor der Umstellung der Lidingöbanan auf diese Betriebsart praktiziert. Ein Grund wieso auch viele A24/B24 Nockebybanan Fahrzeuge 1986 zur sanierten Lidingöbanan verschoben wurden (da als A24C/B24C bezeichnet). Der Totalumbau zu A30/B30 bzw. A30B/B30B für die Lidingöbanan konnte so besser den beschränkten Werkstattkapazitäten angepasst werden. Die roten Aufkleber neben den Türen waren ein Hinweis auf einen Wagen mit Billettautomat. 
Der Triebwagen 368 wird später zum A30B 311, der Steuerwagen 647 zum B30B 608. Die Fahrzeuge werden so nach über 65 Betriebsjahren ihren Dienst auf Lidingö beenden.
SL A24 368 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1944 ASEA (Serie 365-393), 4x63kW, 70km/h +
SL B24 647 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1946 ASEA/ASJ (Serie 630-639, 646-651) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Ålsten, Örnbogatan, Haltestelle Ålstengatan
Bei einem weiteren Besuch zwei Jahre später waren nur noch zu A30/B30 umgebaute Fahrzeuge im Einsatz, viele Wagen bereits im ebenfalls gefälligen, bei der U-Bahn der Storstockholms Lokaltrafik (SL) eingeführten, neuen Anstrich. A30/B30 Fahrzeuge besassen nach dem Umbau auch einen komplett neu gestalteten, wiederum sehr komfortablen Innenraum mit gepolsterten Sitzen. 
A30 308 ex.SSLidJ 13 Bj.1945 (1985) ASEA/ASJ (SL) + B30 607 ex.633 Bj.1944 ASEA/ASJ 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Ålsten, Örnbogatan/Ålstengatan
Ein Bild, dass es eigentlich seit 1967, der Einstellung der Strassenbahn Stockholms so nicht mehr geben durfte. Diese Zeitkapsel war zusammen mit dem zuletzt verkehrenden B24/A24 Zug der ehemaligen Stockholms Spårvägar aber auf dieser Strassenkreuzung im Vorort von Ålsten möglich, als hätte man eben die Zeit zurückgedreht.
Der einst stirnseitig aussen angebrachte Weichen-Stellhebel war aber auf dem Reststück der Linie 12 nicht mehr nötig, da es ausser einer Gleiskreuzung keine Weichen im Strassenbelag mehr gab. Das dafür einst notwendige stirnseitige Schiebefenster zum Öffnen wurde noch vor weiteren Umbauten durch zwei fest montierte (dichte) Scheiben ersetzt. Ein baugleicher Triebwagen konnte museal erhalten werden (A24C 373) leider jedoch kein dazu passender Steuerwagen.
SL B24 647 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1946 ASEA/ASJ (Serie 630-639, 646-651) + 
SL A24 368 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1944 ASEA (Serie 365-393), 4x63kW, 70km/h 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Ålsten, Höglandsparken, Hackspettsvägen/Örnbogatan
Die klassische Vorortsbahn, eben noch mitten im Zentrum von Ålsten führt die Linie durch für Schweden typische Felsen direkt ins nächste Zentrum von Höglandet. So resultierte auf den Vorortslinien schon immer eine beachtliche Reisegeschwindigkeit.
SL B30 601 ex. Södra Lidingöbanan SSLidJ 32 Bj.1952 (1983) ASEA/ASJ (SL Hammarby) + 
Triebwagen SL A30 305 ex. Stockholms Spårvägar A24 377 Bj.1944 (1985) ASEA (SL) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Ålsten, Höglandsparken, Hackspettsvägen/Örnbogatan 
SL B24 647 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1946 ASEA/ASJ (Serie 630-639, 646-651) + 
SL A24 368 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1944 ASEA (Serie 365-393), 4x63kW, 70km/h 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Ålsten, Höglandsparken, Hackspettsvägen/Örnbogatan
Beinahe eine Gebirgsbahn. Auch hier im abschüssigen Gelände wird die Aussenkurve durch eine zusätzliche Schiene im Falle einer unwahrscheinlichen Entgleisung geschützt.
SL B24 647 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1946 ASEA/ASJ (Serie 630-639, 646-651) + 
SL A24 368 ex. Stockholms Spårvägar Bj.1944 ASEA (Serie 365-393), 4x63kW, 70km/h 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Stockholm-Ålsten, Höglandsparken
SL A30 303 ex. SSLidJ 46 ex. Stockholms Spårvägar 382 Bj.1944 (1984) ASEA/ASJ (SL) +
SL B30 603 ex. Södra Lidingöbanan (SSLidJ) 29 Bj.1951 (1984) ASEA/ASJ (SL Hammarby)  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Höglandet/Ålsten, Djupdalsvägen
Ein weiteres Beispiel wie gut trassiert die Vorortsbahnen angelegt wurden. Die Kreuzung mit Haltestellen mitten in den Zentren der Vororte war beabsichtigt und bot beste Zu- und Umstiegsmöglichkeiten. Bei einem Umbau der Vorortsbahnen auf U-Bahn Betrieb mit seitlicher Stromschiene mussten alle Zentren hingegen unterirdisch gequert werden. In den 60er Jahren zwar der letzte Schrei der Verkehrsplaner, aus heutiger Sicht vor allem riesige Investitionen mit hohen Folgekosten ohne grossen Mehrwert. Von den Unterhalts- und Sicherheitsproblemen in unterirdischen Anlagen ganz zu schweigen.
B30 607 ex. Stockholms Spårvägar 633 Bj.1944, ASEA/ASJ, Umbau zu B30 durch SL: 1988 +
(verdeckt) A30 308 ex. SSLidJ 13   

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Höglandet, Höglandstorget
Nachdem die stirnseitigen Schiebefenster mit der einfachen Möglichkeit der Belüftung ersetzt wurden, waren Züge mit offenen Führerstandtüren häufig anzutreffen. Die Linie 12 wurde in mehreren Abschnitten eröffnet. So war Höglandstorget von 1926 bis 1929 Endstation. 
SL A30 308 ex. Södra Lidingöbanan (SSLidJ) A24 13 Bj.1945 (1985), ASEA/ASJ (SL)
SL B30 607 ex. Stockholms Spårvägar B24 633 Bj.1944 (1988), ASEA/ASJ (SL) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Nockeby, Nockeby torg
Der früh (1983/85) zu A30/B30 umgebaute Zug erhielt noch den traditionellen Anstrich der einstigen Stockholmer Strassenbahnen. Blau/Weiss gab es zu der Zeit jedoch nicht mehr im Stadtbild Stockholms. Die Busse waren damals rot und die U-Bahn grün während die Lidingöbahn noch den traditionellen braunen Anstrich besass. 
Auch hier wieder gut sichtbar die direkte Führung der Vorortslinie mitten ins Zentrum von Nockeby. Nicht nur ideal für die Fahrgäste, sondern auch die Gelegenheit für den Fotografen noch etwas Strassenbahn-Atmosphäre einzufangen. 
SL B30 601 ex. Södra Lidingöbanan SSLidJ 32 Bj.1952 (1983) ASEA/ASJ (SL Hammarby) + 
SL A30 305 ex. Stockholms Spårvägar A24 377 Bj.1944 (1985) ASEA (SL)  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Nockeby, Nockeby torg
SL A30 303 ex. SSLidJ 46 ex. Stockholms Spårvägar A24 382 Bj.1944 (1984) ASEA/ASJ (SL) +
SL B30 603 ex. Södra Lidingöbanan (SSLidJ) 29 Bj.1951 (1984) ASEA/ASJ (SL Hammarby)   

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Nockeby, Nockeby torg
SL B30 602 ex. Stockholms Spårvägar B24 637 Bj.1944 (1984) ASEA/ASJ (SL Hammarby) +
SL A30 302 ex. SSLidJ 47 ex. Stockholms Spårvägar A24 383, Bj.1944 ASEA/ASJ 
Der Triebwagen 47 der Södra Lidingöbanan wurde 1959 von der Stockholms Spårvägar gekauft, nachdem bereits viele Vorortslinien stillgelegt oder auf U-Bahn Betrieb umgebaut waren. Der umgebaute A30 Triebwagen erhielt später ebenfalls noch den Anstrich in Blau mit weisser Zierlinie und ist heute (zusammen mit dem B30 604) so in Malmköping museal erhalten.   

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Nockeby, Nockeby kyrkväg
Wieder ganz als Vorortsbahn vorzüglich trassiert und mit abgespannter Fahrleitung ausgestattet, erreicht der Zug der Linie 12 bald seine Endstation. Dieser Abschnitt von Höglandstorget nach Nockeby konnte am 1.10.1929 eröffnet werden. 
SL B30 604 ex. Stockholms Spårvägar B24 635 Bj.1944 (1986), ASEA/ASJ (SL) +
SL A30 301 ex. Stockholms Spårvägar A24 390 Bj.1944 (1983), ASEA/ASJ (SL)

Der Steuerwagen 604 ist in diesem Zustand (zusammen mit Triebwagen 302) seit 2009 in Malmköping museal erhalten. Ungewöhnlich für einen Wagen der nie in Lidingö im Dienst stand, ist das Signalhorn, welches er wohl beim Umbau erhalten hat. So gab es durch die über einen längeren Zeitraum ausgeführten Umbauten durchaus auch kleine Unterschiede an Details.
Nach dem Ersatz der Scharfenbergkupplungen durch die einfachen Albert-Kupplungen erhielten die Steuerwagen für die separaten Steuerleitungen keine stirnseitigen Kupplungsdosen analog zu den Triebwagen. Eine Zugzusammenstellung Tw+Bw+Tw wie zu Zeiten der Stockholms Spårvägar war auf der übriggebliebenen Linie 12 nicht mehr vorgesehen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Nockeby, Nockeby kyrkväg
Eine angeschnittene Felsnase erlaubte auch mal eine kleine Vogelperspektive auf die in Nockeby ankommenden Züge. Der ehemalige A24 Triebwagen der Stockholms Spårvägar besitzt sein Signalhorn "zu Recht" wurde er doch 1959 von der Södra Lidingöbanan gekauft und war da bis zu seiner Rückkehr im Jahre 1984 auf die ehemaligen Gleise der Stockholmer Strassenbahn in Lidingö im Einsatz. 
SL A30 303 ex. SSLidJ 46 ex. Stockholms Spårvägar A24 382 Bj.1944 (1984) ASEA/ASJ (SL) +
SL B30 603 ex. Södra Lidingöbanan (SSLidJ) 29 Bj.1951 (1984) ASEA/ASJ (SL Hammarby) 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Nockeby, Nockeby kyrkväg 
SL B30 601 ex. Södra Lidingöbanan SSLidJ 32 Bj.1952 (1983) ASEA/ASJ (SL Hammarby) + 
SL A30 305 ex. Stockholms Spårvägar A24 377 Bj.1944 (1985) ASEA (SL)  
Im Gegensatz zum Vortag (siehe vorgängige Bilder) ist der Zug nun mit dem Steuerwagen Seite Nockeby im Einsatz. Wie gut zu erkennen besassen Triebwagen und Steuerwagen einheitliche Dächer aus derselben Form. So besass auch das Ende ohne Führerstand die Ausformungen für die Linienanzeigen, welche da einfach übermalt wurden. Während für Lidingö ab Fabrik nur Steuerwagen geliefert wurden, waren es für die Stockholms Spårvägar nur Beiwagen welche erst später (1957) auch zu Steuerwagen umgebaut wurden. Dank vieler zu Beginn weg  einheitlicher Bauteile waren spätere Umbauten gut zu bewerkstelligen. So dürfen die A24/B24 Mitteleinstiegs-Vierachser mit den bereits damals tief liegenden Einstiegen als sehr ausgereifte und durchdachte Konstruktion angesehen werden. Dafür spricht ja auch die sehr lange Einsatzdauer von über 65 Jahren, ein Wert der heute aus unterschiedlichen Gründen nicht mal mehr näherungsweise erreicht werden kann.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Stockholm-Nockeby, Endstation Nockeby
Durch Stilllegungen/Umbau von Vorortslinien auf U-Bahn Betrieb kamen zu Beginn der 50er Jahre A24/B24 Zweirichtungs-Fahrzeuge auch auf der Linie 12 zum Einsatz und machten die Kehrschleife in Nockeby überflüssig. So endet seither hier die Strecke stumpf mit der selten benutzten Möglichkeit zusätzlich Fahrzeuge abzustellen. 
SL B30 604 ex. Stockholms Spårvägar B24 635 Bj.1944 (1986), ASEA/ASJ (SL) +
SL A30 301 ex. Stockholms Spårvägar A24 390 Bj.1944 (1983), ASEA/ASJ (SL)

Der Einsatz von "Ängby-Wagen" endete auf der Linie 12 (120) im Jahre 2009. Der hier abgebildete Steuerwagen B30 604 befindet sich seit 2009 zusammen mit dem Triebwagen A30 302 auf der Museumsbahn  der "Svenska Spårvägssällskapet" in Malmköping.  

 

 


 

 

Externer Link zur Startseite der schwedischen Vereinigung zum Erhalt von Strassenbahnen und Zeugen des Nahverkehrs. (Originalseite schwedisch)
Webseite auch mit vielen Informationen über alle einst in Schweden existierenden Trambetriebe und Fahrzeuge. Teilweise direkt in Deutsch verfügbar. Eine Komplettübersetzung der schwedischen Originalseite ist auch mit Google möglich.

https://www.sparvagssallskapet.se/

 

 


 

 

Informationsquellen:  (neben Internet)

Alla Stockholms Spårvägnar, Gösta Eriksson, Verlag Jan Jangö 1991, ISBN 91-85498-07-6

Spår av ett sekel,  Frank Stenvalls Förlag, Lars Olav Karlsson, 1977, ISBN 91-7266-030-9

Södra Lidingöbanan, Frank Stenvalls Förlag, Carl-Henrik Ankarberg, ISBN 91-7266-097-X

 

 

 


 

 

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