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Die ehemaligen Strassen- und Vorortsbahnen von Stockholm 

Stockholm besass einst ein sehr gut ausgebautes städtisches Strassenbahnnetz welchem ein ganzes Netz aus Vorortslinien überlagert war. Die meist auf eigenem Trassee angelegten Vorortsbahnen benutzen für die Fahrt in die Stadt die Geleise der Strassenbahn oder wurden bereits ab 1933 mit eigenen Tunnelstrecken ins Zentrum geführt. So entstanden in den 40er Jahren bereits Ideen diese Vorortsbahnen in "richtige" U-Bahnen umzubauen. Der Zweite Weltkrieg verzögerte vorerst noch diese Pläne, sodass die erste zu einer U-Bahn umgebaute Vorortsbahn (ehemals Linie 8) im Jahre 1950 den Betrieb aufnahm. Dennoch wurden sowohl für die Strassenbahn wie auch für die Vorortsbahnen noch im grösseren Stil sehr moderne Fahrzeuge angeschafft. Für die Vorortsbahnen waren dies Zweirichtungsfahrzeuge vom Typ A24/B24 ein Mitteleinstiegs-Vierachser mit zentralem Einstieg und vielen komfortablen Sitzplätzen. A24 waren Triebwagen, B24 Beiwagen welche um 1958 zu Steuerwagen umgebaut wurden. Die Fahrzeuge waren von Beginn weg für den Betrieb in Mehrfachtraktion ausgelegt.
Die städtischen Strassenbahnen erhielten zu Beginn der 50er Jahren ebenfalls noch moderne Einrichtungs-Wagen mit Türen nur auf einer Seite für den damals in Schweden noch angewandten Linksverkehr. 
Wie fast überall änderte sich zu Beginn der 60er Jahre die Verkehrspolitik dramatisch und die Vorstellungen von autogerechten Städten wurden konkret. Dazu mussten die innerstädtischen Verkehrsflächen mindestens von den Strassenbahnen freigeräumt werden. Für die motorisierte Zukunft als Geschenk des Himmels führte Schweden 1967 den Rechtsverkehr ein. So konnte man sich in Stockholm ohne viel Aufsehen in der Öffentlichkeit und mit vorgeschobenen Kostenargumenten von der städtischen Strassenbahn mit dem noch recht neuen Wagenpark entledigen. Bewusst verschwiegen wurde auch, dass der schwedische Staat ein Grossteil der Umbaukosten für die Umstellung auf Rechtsverkehr übernommen hätte. Die meisten Vorortsbahnen waren damals bereits auf U-Bahn Betrieb umgebaut oder wurden ebenfalls stillgelegt.
Den Tag "H" (Höger) am 3.9.1967, die Einführung des Rechtsverkehrs überlebten so nur 3 Teilstücke ehemaliger Vorortsbahnen welche zu U-Bahn Zubringerlinien degradiert, vorläufig weiterbestehen konnten. Eine spätere Stilllegung war aber auch da geplant und so wurde Unterhalt nur noch im Rahmen des unbedingt Nötigen durchgeführt.
 
Neben der Linie 12 (Nockebybanan) der einstigen "Stockholms Spårvägar" waren dies die beiden stets von eigenen Gesellschaften betriebenen Vorortslinien auf die Insel Lidingö. Linie 20 nach Kyrkviken (Norra Lidingöbanan, Eröffnung 1907) und Linie 21 nach Gåshaga (Södra Lidingöbanan, Eröffnung 1914). Die im Bericht näher dargestellte Linie 21 wurde ursprünglich von der "Stockholm-Södra Lidingöns Järnväg (SSLidJ) betrieben welche 1969 zu einer Tochtergesellschaft der SL (Storstockholms Lokaltrafik) wurde. Die beiden, nach dem Bau der Lidingöbrücke 1925 auch via der Stockholmer Strassenbahn (Linie 10) ins Zentrum von Stockholm (Humlegårdsgatan) führenden Lidingö-Linien, wurden am Tag "H" 3.9.1967 zur U-Bahn Endstation in Ropsten verkürzt. Das beeindruckende Brückenbauwerk (kombinierte Bogen- und Klappbrücke) über den "Lilla Värtan" zur Insel Lidingö war für die Lidingöbahnen Fluch und Segen zugleich. Ein teurer Weiterbau der U-Bahn über eine neue Brücke war zwar immer noch (bis um das Jahr 2000) geplant, aber auch ein Grund für das vorläufige Weiterbestehen der Lidingöbanan. Wie gross die Wertschätzung der Bahnen aber noch war, zeigte sich zu Beginn der 70er Jahre beim Bau der neuen Autobahnbrücke nach Lidingö. Um das doppelgleisige eigene Trassee der Linie 20 als Bauplatz verwenden zu können wurde 1971 die "Norra Lidingöbanan" kurzerhand stillgelegt. So blieb der langfristige Weiterbestand der übriggebliebenen "Södra Lidingöbanan" (Linie 21, von 1975 bis 1989 Linie 221) noch bis ca. 2004/9 äusserst ungewiss. 
Auch die von 1983 bis 1986 erfolgte Sanierung der Lidingöbrücke und die Modernisierungen an den bestehenden Fahrzeugen und Gleisanlagen wurden nur im Hinblick auf ein Weiterbestehen für weitere ca. 30 Betriebsjahre ausgeführt. So waren die bei meinen Besuchen in den Jahren 1986 und 1988 gerade abgeschlossenen Umbauarbeiten vor allem eine technische Notwendigkeit und erfreulich, aber noch längst kein Garant für eine Zukunft.
 
Eine langsam einkehrende Einsicht, dass Städte auch für Menschen attraktiv sein sollten, führte auch zur Wiedereinführung von Strassenbahnen. Vernünftig angelegt und partiell mit einfachen Signalanlagen steuerbar, erreichen die im Vergleich zu U-Bahnen um Faktoren günstiger zu erstellenden Strassenbahnen sogar ähnliche Transportleistungen. Es war in der Tat eine Ironie, dass die im Jahre 1991 von Verkehrsfreunden mithilfe der Stadt Stockholm als Museumslinie zur Aufwertung der Innenstadt wieder eröffnete Linie 7 (Djurgårdslinjen) zur Keimzelle einer Wiedereinführung von regulären Strassenbahnen in Stockholm wurde. Als Besonderheit konnte man 1991 beim Wiederaufbau der Museumslinie 7 sogar ein Teil der 1967 nur zugeteerten Geleise von der Teerschicht befreien und wieder nutzen. Die später regulär wieder aufgebauten und mit modernem Rollmaterial betriebenen Tramlinien sind hingegen vollständige Neubauten. 

Die Södra Lidingöbanan erfuhr nach weiteren Turbulenzen ab 2010 eine sehr nachhaltige Sanierung. Zentral ist eine neue Lidingö-Brücke nur für Fussgänger/Radfahrer und einer Doppelspur für die Linie 21. Weiter wurden die Werkstatt- und Depotanlagen in Aga komplett neu gebaut und für den neu beschafften, aus niederflurigen Gelenkwagen bestehenden Wagenpark ausgerüstet. Für den Betrieb im 10min Takt sind weitere Abschnitte der Strecke auf Doppelspur ausgebaut worden. Es bestehen dazu konkrete Pläne die Linie 21 von Ropsten wieder in die Stockholmer Innenstadt zu führen und mit der mittlerweile regulär betriebenen und zum Hauptbahnhof verlängerten ehemaligen Museumslinie Linie 7 zu verbinden. (Spårväg City)

Die bis 2013 auch auf Lidingö eingesetzten A24/B24 (später als A24B/B24B oder A30B/B30B) Fahrzeuge waren mit 60 Betriebsjahren die ältesten Strassenbahnwagen Schwedens im regulären Betriebseinsatz. Ein kompletter Zug im ursprünglich braunen bzw. dunklem Venezianer rot gehaltenen Anstrich aus einem Triebwagen der Södra Lidingöbanan (16) und einem Steuerwagen der ehemaligen Norra Lidingöbanan (34) ist im Museum in Malmköping erhalten geblieben. Vor Ort auf Lidingö befindet sich für Sonderfahrten noch der zum A24B umgebaute Triebwagen 17, welcher für den Zweck auch wieder einen braunen Anstrich erhielt. Zu A24B umgebaute Triebwagen im ehemaligen SSLidJ Braun gab es früher allerdings nie.

Die hier gezeigten Bilder aus den Jahren 1986 und 1988 waren neben den Sanierungen an den Bahnanlagen geprägt durch organisatorische Wechsel und umfangreiche Verschiebungen im Wagenpark zwischen der seit 1969 auch zur SL gehörenden SSLidJ Linie 21 (Södra Lidingöbanan) und der stets unter der SL Obhut (ehemals Stockholms Spårvägar) verbliebenen Linie 12 (Nockebybanan). Beide Bahnen besassen dieselben einst für die Vorortslinien der Stockholmer Strassenbahn entwickelten Fahrzeugtypen A24/B24. Nicht nur im Anstrich gab es im Detail aber einige Unterschiede, wurde doch die Linie 21 der Södra Lidingöbanan offiziell als Eisenbahn betrieben. So verursachten Fahrzeug-Verschiebungen mit der als Strassenbahn betriebenen Linie 12 stets auch technische Anpassungen für den Eisenbahnbetrieb auf der Linie 21 von Lidingö.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga,
Stockholm-Södra Lidingöns Järnväg (SSLidJ), (Södra Lidingöbanan). Depot und Werkstätte mit A24/B24 Fahrzeugen der Storstockholms Lokaltrafik (SL) mit Fahrzeugen einst unabhängiger Gesellschaften in verschiedenen Farb- und Umbauvarianten:
 
SL/SSLidJ A24B 6 ex. Norra Lidingöbanan (LiB) nach Stilllegung SSLidJ 6 Bj.1945 ASEA/ASJ
SSLidJ B24 34 ex. LiB 34, (Steuerwagen) Bj.1952 ASJ/ASEA, heute Museum Malmköping
SL 376 A24C ex. Stockholms Spårvägar (Nockebybanan, Linie 120), Bj.1944 ASEA
SL 374 A24C ex. Stockholms Spårvägar (Nockebybanan, Linie 120), Bj.1944 ASEA

Die Lidingöbahnen (SSLidJ/LiB) besassen in Anlehnung der einstigen Triebwagen aus Holz stets einen braunen Anstrich. Als Zeichen eines nachhaltigen Neuanfangs erhielten die modernisierten Wagen den Anstrich der SL U-Bahn in Blau mit einer weissen Zierlinie. Umbauzustand und Anstrich waren aber nicht zwingend miteinander verbunden. Der blau/weisse Anstrich der Stockholmer Strassenbahn an einigen der ehemals braunen Lidingö-Fahrzeuge, gab es nur für kurze Zeit. Noch rarer war das Zusammentreffen aller 3 Farbvarianten zu Beginn der Rekonstruktionsarbeiten auf Lidingö.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Sowohl das Design der Fahrzeuge aus den 50er Jahren wie auch der elegante Schriftzug der Initialen der Bahngesellschaft passten zeittypisch perfekt zueinander.
SSLidJ:  Trafik AB Stockholm Södra Lidingöns Järnväg 
Wie das "J" für "Järnväg" besagt, handelte es sich juristisch um eine Eisenbahn. Dies hatte betriebliche Auswirkungen wie auch bezüglich der Signal- und Sicherheitseinrichtungen der Fahrzeuge. Erst unter SL wurde die Bahn im Jahre 2009 auch juristisch zu einer Strassenbahn.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / l: 26.6.1988 /r: 5.8.1986


Die braunen bzw. im "dunklen Venezianerrot" lackierten Fahrzeuge der Södra und Norra Lidingöbanan hoben sich im Stadtverkehr von Stockholm stets von den blau/weissen Fahrzeugen der 1967, bis auf ein Teilstück der Linie 12 (Nockebybanan), stillgelegten Stockholmer Strassenbahn ab. Dieses Erkennungsmerkmal behielt man auch bei den ab 1945 gelieferten modernen Wagen in Stahlbauweise bei. So gab es einst die modernen A24 Triebwagen in blau/weiss für die Stockholmer Vorortslinien 8/9/12/14/17 und in Braun für die beiden Lidingö-Linien 20/21.
Bild links: Museum Malmköping, SSLidJ 5 Bj.1914 ASEA
Bild rechts: Depot Aga, SSLidJ A24 9 Bj.1945 ASEA/ASJ ex. Norra Lidingöbanan (LiB) 9 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Die Fahrzeuge der Typen A24/B24 (A24B/B24B, A24C/B24C, A30B/B30B) auf Lidingö

1944 beschaffte die Strassenbahn von Stockholm (Stockholms Spårvägar) für ihre damaligen Vorortslinien von ASEA/ASJL insgesamt 29 elegante und komfortable Triebwagen des Typs A24. Die in Stahl gefertigten Triebwagen waren für Mehrfachtraktion ausgelegt, sollten doch auch Züge aus Tw+Bw+Tw gebildet werden können. Die dazugehörenden 16 Beiwagen der Typen B24 welche ab 1957 zu Steuerwagen umgebaut wurden, besassen im wesentlichen identische Fahrzeugaufbauten und Drehgestelle. Durch ihr erstes Einsatzgebiet auf der Linie 11 wurden die Fahrzeuge zeitlebens als "Ängbyvagn" bezeichnet. 
Die Fahrzeuge fanden auch Gefallen bei den beiden als Eisenbahn betriebenen Vorortsbahnen auf Lidingö (SSLidJ und LiB) welche ihren noch ausschliesslich mit Holztriebwagen durchgeführten Betrieb modernisieren sollten. Dazu wurden 1945 von ASEA/ASJ *) neben A24 Triebwagen gleich entsprechende B24 Steuerwagen beschafft. Die Lidingö Fahrzeuge waren für den Betrieb auf Gleisen der Stockholmer Strassenbahn wie auch auf den als Eisenbahn betriebenen Linien auf Lidingö ausgerüstet. Die Södra Lidingöbanan (SSLidJ) beschaffte 9 Triebwagen und 5 Steuerwagen, die Norra Lidingöbanan (LiB) 7 Triebwagen und 4 Steuerwagen. Durch einen verheerenden Brand der Depothalle in Aga im Jahre 1949 gingen der SSLidJ 5 A24 Triebwagen und 4 B24 Steuerwagen, der LiB 2 gerade da weilende Steuerwagen verloren. Als Ersatz bekam 1952 SSLidJ 5 neue A24 Triebwagen und 4 B24 Steuerwagen, die LiB 3 B24 Steuerwagen. 
Durch die sich bereits abzeichnenden Stilllegungen der Stockholmer Strassenbahn und den Umbauten der Vorortslinien auf U-Bahn Betrieb konnten ab Mitte der 50er Jahre weitere A24/B24 Fahrzeuge von der Stockholmer Strassenbahn erworben und für den Betrieb auf den Lidingölinien adaptiert werden. Nachdem die Norra Lidingöbanan (Linie 20) 1971 ebenfalls stillgelegt wurde, kamen auch von da noch einige "Ängbyvagn" zur SSLidJ.
Nach dem Entschluss eines mittelfristigen Weiterbestandes der Södra Lidingöbanan und Abschluss der Sanierung der imposanten Lidingöbrücke im Jahre 1986 konnte der Betrieb nun unter Obhut der SL (Storstockholms Lokaltrafik) mit provisorisch modernisierten A24/B24 Fahrzeugen wieder vollständig aufgenommen werden. Diese einstigen SSLidJ/LiB Wagen erhielten die Bezeichnung A24B/B24B. Aus Gründen der Werkstattauslastung der SL wurden bereits provisorisch umgebaute Wagen der ebenfalls von SL betriebenen Linie 12 (Nockebybanan) nach Lidingö verschoben und da unter A24C/B24C geführt. Anderseits wurden noch original braune A24/B24 Lidingö-Wagen zum Totalumbau zu A30/B30 für die Nockeby-Linie 12 abtransportiert. Später wurden auch die auf Lidingö eingesetzten Wagen zu A30B/B30B umgebaut. 
Die "Ängbyvagn" blieben bis 2013 in Betrieb und hatten die Ehre die ältesten im regulären Betrieb eingesetzten Strassenbahnwagen Schwedens zu sein.
Museal erhalten sind folgende Wagen: (ex. Lidingö SSLidJ/LiB Linie 20/21 und ex. Nockeby SL Linie 12)

Fahrzeug Typ/Nr Farbe Museumsort
       
Triebwagen  A24 16 braun Malmköping (Original SSLidJ)
Steuerwagen  B24 34 braun Malmköping (Original LiB)
Triebwagen A24B 17 braun Lidingö "Museumswagen" ex.SSLidJ
Triebwagen A24B 42 blau Stockholm Spårvägsmuseum SSLidJ ex. SS 369
Triebwagen A24C 373 blau/weiss Djurgårdslinjen (ex.Nockeby auf Lidingö)
       
Triebwagen A30 302 blau Malmköping, Nockeby ex.SSLidJ 47 ex. SS 383
Steuerwagen  B30 604 blau Malmköping, Nockeby ex. B24 SS 635
       
       
Triebwagen A30 304 blau Bromma, SL Dienstfahrzeug ex. SS A24 385
(aktuell kein Museumsfahrzeug)

 

*)  
ASEA Allmänna Svenska Elektriska Aktiebolaget, Västerås
ASJ (L) AB Svenska Järnvägsverkstäerna (Linköping)
ASJ (VM) AB Svenska Järnvägsverkstäerna (Falun), ex. Maskinfabriken i Falun

 

 

Originalbild anzeigen Grafik BEB


Linienplan der Södra Lidingöbanan (SSLidJ/SL) Linie 21, in den Jahren 1975-1989 als Linie 221 bezeichnet. Der Betrieb via der Stockholmer Strassenbahnlinie 10 ins Zentrum zum Humlegårdsgatan wurde mit Stilllegung der Stockholmer Strassenbahn 1967 eingestellt (Umstellung auf Rechtsverkehr). Für die Linie 20 (Norra Lidingöbanan) kam das Ende 1971 als man ihr Gleistrassee als Bauplatz für die neue Lidingö Strassenbrücke benutzen wollte. Die als Eisenbahn konzessionierte SSLidJ betrieb bis 1982 Güterverkehr, bis 1987 auch zum Shell Tanklager in Rasta. Ein Verbindungsgleis zur schwedischen Staatsbahn SJ (Värtabanan) gab es in Ropsten. Es bestehen Pläne (2020) die Linie 21 von Ropsten mit der 1991 wiedereröffneten Djurgårdslinie 7 zu verbinden um so direkt bis zum Hauptbahnhof fahren zu können (Spårväg City).

 

 


 

 

Bilderserie in der Reihenfolge von Ropsten nach Gåshaga.
Die 1925 gebaute Lidingöbrücke bei Ropsten über den "Lilla Värtan" zur Insel Lidingö wurde in den Jahren 1983-1986 grundlegend saniert. In dieser Zeit gab es nur eingeschränkten Bahnbetrieb zwischen Baggeby und Gåshaga. Die Wiederöffnung erfolgte am 24.8.1986 gerade 2 Wochen nach meinem ersten Besuch vom 5. bis 9.8.1986. So konzentrierte sich der zweite Besuch im Jahre 1988 vor allem auf dieses Streckenstück mit dem imposanten Brückenbauwerk. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Hjorthagen, Ropsten, Lidingöbron über den "Lilla Värtan" zur Insel Lidingö.
Zug nach Ropsten aus B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB + A24C 373 Bj.1944 ASEA

Das mehrteilige insgesamt 750m lange Brückenbauwerk wurde 1925 als kombinierte Strassen- und Eisenbahnbrücke eröffnet und ersetzte die Fährverbindungen nach Herserud (Södra Lidingöbanan) und Islinge (Norra Lidingöbanan). Der mittlere Bogen besitzt eine Spannweite von 140m, die rein mechanisch mit Getriebe und Gegengewicht funktionierende Klappbrücke weist eine Öffnungsweite von 20m auf. Die zweispurige Strassenbrücke wurde von den Lidingöbahnen auf ebenfalls doppelspurigen Strassenbahngleisen befahren. Darüber rollten auch die Güterzüge mit Kesselwagen aus Rasta bei Gåshaga. Für Fussgänger und Radfahrer waren seitliche Stege angebaut worden. 
1973 wurde in unmittelbarer Nachbarschaft für den Strassenverkehr eine neue Autobahnbrücke gebaut. Nur aus Platzgründen für diese Baustelle wurde 1971 die Norra Lidingöbanan stillgelegt. Die alte Brücke stand danach ausschliesslich für Fussgänger, Radfahrer und der Södra Lidingöbanan zur Verfügung. 
Zwischen 1983 und 1986 wurde die Brücke für weitere 30 Jahre saniert und umgebaut. Dabei entfernte man die seitlichen Fussgängerstege. Die ehemals zweispurige Fahrbahn wurde aufgeteilt in eine Hälfte für Fussgänger und Radfahrer, die andere Hälfte für ein nun einspuriges Trassee für die Lidingöbahn. Noch auf der Brücke, im Anschlussbogen zur Insel Lidingö wurde eine betriebliche Ausweichstelle eingerichtet. 
Längerfristig war aber damals weiterhin ein Ersatz als zweite Strassenbrücke mit Verlängerung der U-Bahn nach Lidingö geplant. 
2012 entschied man sich eine neue nicht zu öffnende Brücke für die mittlerweile grundsanierte Södra Lidingöbanan und die Fussgänger zu bauen und die alte Brücke bis 2022 abzureissen. Aus Angst, dass die Mechanik der Klappbrücke in geöffneter Stellung versagen könnte, wurde diese bereits seit Jahren blockiert und der Schiffsverkehr umgeleitet. 
So sind die Bilder aus dem Jahre 1988 von der soeben sanierten, in schönster Fachwerkbauweise errichteten Bogen- und Klappbrücke leider demnächst nur noch Geschichte.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Hjorthagen, Ropsten, Lidingöbron
Schon seit einigen Jahren nicht mehr möglich und blockiert wurde jedoch 1988 die soeben sanierte Klappbrücke zwischen den Zugdurchfahrten auch für den meist noch privaten Schiffsverkehr geöffnet. Der Antrieb der 1925 gebauten Brücke funktionierte ohne Hydraulik, rein mechanisch mit Getriebe und dem beeindruckenden Gegengewicht. Die Brücke als beeindruckender Zeuge des Maschinenbaus des frühen 20sten Jahrhunderts wird bis 2022 durch ein neues geschlossenes Bauwerk "Lilla Lidingöbron" ersetzt und danach 2023 leider abgerissen.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Hjorthagen, Ropsten, Lidingöbron
Steuerwagen B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB + Triebwagen A24C 373 Bj.1944 ASEA
Der im ersten Bild zur Endstation Ropsten fahrende Zug kehrt nach der Schliessung der Klappbrücke wieder zurück auf die Insel Lidingö nach Gåshaga.
Im Vordergrund rechts ein eigenes Haltesignal für die Klappbrücke. Die demontierte Barriere scheint vom vorherigen Strassenverkehr übrig geblieben zu sein und wäre für einen Bahnbetrieb doch etwas zu viel des Guten und wohl auch nicht Vorschriftskonform. Im Gegensatz zum Strassenverkehr werden bei Eisenbahnen Signale üblicherweise beachtet. Dazu würde auf der Seite auch das abgesenkte riesige Gegengewicht da jede Weiterfahrt auf rustikale Art verhindern. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Hjorthagen, Ropsten, Lidingöbron
B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB + A24C 373 Bj.1944 ASEA
Der von der Nockebybanan (SL Linie 12) übernommene teilweise modernisierte Triebwagen 373 gehörte zu den wenigen Fahrzeugen welche noch ihre ursprünglichen Falttüren behielten. Dies war wohl auch ein Grund, dass dieser Triebwagen als Museumswagen und heute einziger A24 Vertreter wieder im blau/weissen Farbkleid der ehemaligen Stockholmer Strassenbahn (Stockholms Spårvägar) erhalten blieb. Der Triebwagen wird so gelegentlich auf der Stockholmer Museumslinie 7N (Djurgårdslinie) eingesetzt.
Wie im Detail links zu sehen ist eine Barriere für den neben der Bahn geführten Fussgänger und Radweg sicher angebracht. Barrieren über Geleise waren in der Frühzeit der Eisenbahn vor allem im englischsprachigen Raum (Commonwealth) bekannt.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Hjorthagen, Ropsten, Lidingöbron
B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB + A24C 373 Bj.1944 ASEA 
Die 1925 vom damaligen Kronprinz Gustaf (IV) eingeweihte Fachwerkbrücke mit dem mittleren 140m langen Bogen in ihrer ganzen technischen Schönheit. Kein Vergleich zur rechts davon noch sichtbaren einfallslosen Autobahnbrücke "Nya Lidingöbron" der 70er Jahre. Im Gegensatz zu neuen Brücken in Spannbeton-Bauweise zeigen Fachwerkbrücken noch ihre Funktionsweise und ihre innere Verteilung der Kräfte. Da die meisten Brücken für eine begrenzte Anzahl Lastwechsel ausgelegt sind, wurde 30Jahre nach der Aufnahme des Bildes jedoch entschieden die alte Brücke "Gamla Lidingöbron" nicht nochmals zu sanieren, sondern durch einen Neubau "Lilla Lidingöbron" zu ersetzen. Der Abbruch ist nach der geplanten Eröffnung der neuen, nicht mehr zu öffnenden Betonbrücke im Jahre 2022 vorgesehen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Hjorthagen, Ropsten, Lidingöbron über "Lilla Värtan" zur Insel Lidingö.
Steuerwagen B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB + Triebwagen A24C 373 Bj.1944 ASEA  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Stockholm-Hjorthagen, Ropsten, Lidingöbron über "Lilla Värtan" zur Insel Lidingö.
Steuerwagen B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB + Triebwagen A24C 373 Bj.1944 ASEA  
Mit der Sanierung der Brücke in den Jahren 1983-1986 wurden die beiden mit Tramgleisen versehenen Strassenspuren entfernt und das Bauwerk ausschliesslich für die Benutzung durch Fussgänger, Radfahrer und der auf ein Gleis reduzierten Södra Lidingöbanan umgebaut. In derselben Zeit wurde auch der Güterverkehr auf der SSLidJ eingestellt. Die nachträglich ausserhalb der Fachwerkbogen angebrachten Stege für die Fussgänger konnten entfernt werden. So hat sich auch insgesamt die Belastung der Brücke wesentlich reduziert.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Lidingö-Torsvik, Lidingöbron. Blickrichtung von Torsvik auf Lidingö in Richtung Ropsten. 
Triebwagen A24C 373 Bj.1944 ASEA + Steuerwagen B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB
Der von der Nockebybanan (SL Linie 12) übernommene Triebwagen 373 ist heute der einzig museal erhaltene A24C Triebwagen. Der ursprünglich auf den Vorortslinien 8/9/12/14/17 der Stockholmer Strassenbahn eingesetzte Wagen bekam als Museumswagen wieder den blau/weissen Anstrich der ehemaligen "Stockholms Spårvägar" analog zum hier sichtbaren, nachfolgenden Steuerwagen B24B 36 welcher um 2013 verschrottet wurde. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Torsvik, "Nya" und "Gamla" Lidingöbron. Blickrichtung Ropsten. 
Kurz vor der Beendigung der 3 Jahre dauernden Umbauarbeiten der alten "Gamla" Lidingöbron über den Lilla Värtan. Während der Bauzeit war der Bahnbetrieb auf dem Abschnitt Ropsten-Baggeby eingestellt. Die umgebaute Brücke wurde kurz nach meinem Besuch am 24.8.1986 dem Verkehr übergeben. Wie bei der 1973 eröffnete Autobahnbrücke besass auch die "Gamla Lidingöbron" eine Verzweigung auf der Brücke selbst. (auf dem Bild etwas verdeckt durch die Autobahnbrücke). Über den nach rechts abzweigenden Brückenteil fuhr bis 1971 die "Norra Lidingöbanan" Linie 20 nach Kyrkviken. An der Verzweigungsstelle auf der Brücke (hier verdeckt) gab es bis zur Stilllegung der "Norra Lidingöbanan" die Haltestelle Brogrenen mit einem kleinen runden Haltestellenhäuschen. Vorne nach links abzweigend das Anschlussbauwerk für die "Södra Lidingöbanan" dass bei den Umbauarbeiten als Kompensation für die nur noch eingleisige Brückenüberfahrt eine betriebliche Ausweichstelle erhalten hat. Auf der voraussichtlich 2022 fertiggestellten neuen Brücke wird es neben den Fuss- und Radwegen für die "Södra Lidingöbanan" wieder eine eigene Doppelspur geben. Nach Plänen aus den 70er Jahren sollte rechts der Autobahnbrücke eine zweite gleichartige Strassenbrücke erstellt werden, gegebenenfalls mit der Möglichkeit einer Verlängerung der U-Bahn nach Lidingö. Ein Weiterbestand der "Södra Lidingöbanan" war damals nicht geplant. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Lidingö-Torsvik/Herserud, Nya und Gamla Lidingöbron über den Lilla Värtan
SSLidJ A24B 18 Bj.1949 ASEA/ASJ, 4x92PS, 75km/h + SL B24C 40 ex.646 Bj.1946 ASEA/ASJ
Wie am Triebwagen 18 zu erkennen, trugen einige Fahrzeuge mit dem neuen blauen Anstrich zu der Zeit oberhalb dem weissen Zierstrich noch den Namenszug "Lidingöbanan". 
Auf der alten Brücke (rechts neben den beiden Betonpfeilern der neuen Brücke) ist noch knapp das besondere Wartehäuschen der ehemaligen auf der Brücke befindlichen Haltestelle Brogrenen zu erkennen. Da war bis zur Stilllegung der Norra Lidingöbanan (Linie 20) im Jahre 1971 die Verzweigungsstelle von der Södra Lidingöbanan (Linie 21, von 1975 bis 1989 Linie 221).
Es gibt Bestrebungen dieses vom Architekten Ivar Tengboms entworfene Häuschen aus den 20er Jahren nach dem Abbruch der Brücke im Jahre 2023 im nahen Park von Torsvik zu erhalten.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Blick von Ropsten über den Lilla Värtan auf die Insel Lidingö nach Herserud/Millesgården. Die Parkanlagen mit Skulpturen im Freien und den Kunstsammlungen des einst da wohnhaften Ehepaars Milles sind heute ein bekanntes Museum Stockholms. Gerade unterhalb dieses Komplexes, zu Beginn der Steigung nach Baggeby ist noch knapp ein blau/weisser Zug der Södra Lidingöbanan zu erkennen. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Torsvik/Herserud
Während der 3 Jahre dauernden Sanierung der alten Lidingöbrücke war auch das Teilstück nach Baggeby zur Überholung ausser Betrieb. 2 Wochen vor der Wiederinbetriebnahme am 24.8.1986 ist noch ein Bauzug unterwegs. Die noch offenen Schachtdeckel für die Signalanlagen zeigen, dass in dem Bereich noch Abschlussarbeiten erledigt werden. 
4-achsige dieselelektrische Lokomotive mit Mittelführerstand (Krokodil) SL 9235 Typ A287 (Serie 9234-35) Bj.1949/51 ASEA. Im Einsatz auf U-Bahn Strecken hat die Lok Stromabnehmer für die seitliche Stromschiene.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Lidingö-Torsvik/Herserud
Die selbe Stelle zwei Jahre später nun wieder im regulären Betrieb.
A24C 373 Bj.1944 ASEA + Steuerwagen B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ ex. LiB
Der einst auf den Vorortslinien, nach 1967 noch auf einem Teilstück der Linie 12 (Nockebybanan) der einstigen "Stockholms Spårvägar" eingesetzte Triebwagen ist heute das Einzige in der Art museal erhaltene Fahrzeug. Obwohl bereits teilweise als A24C modernisiert, behielt er noch die ursprünglichen Falttüren wie auch die Front mit zwei Fenstern. Für den Museumsbetrieb auf der Linie 7N (Djurgårdslinjen) in Stockholm erhielt der Triebwagen wieder seinen ursprünglichen Anstrich blau/weiss der Stockholmer Strassenbahn wie auch einen ursprünglichen "vollen" Scheren-Pantografen.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 24.6.1988


Lidingö-Herserud/Baggeby
SSLidJ A24B 18 Bj.1949 ASEA/ASJ, 4x92PS, 75km/h + SL B24C 40 ex.646 Bj.1946 ASEA/ASJ
Zwischen Herserud und Baggeby erklimmt die Strecke in einem in den Fels gehauenen Einschnitt vom Ufer am Lilla Värtan das Plateau der Insel Lidingö. Dieser Streckenteil wurde während den Sanierungsarbeiten an der Brücke und der Sperrung der Linie bis Baggeby ebenfalls gründlich überholt. Allerdings waren alle diese Arbeiten nur für einen mittelfristigen Erhalt der Bahn terminiert da noch stets eine Verlängerung der U-Bahn eine Option war. Der endgültige Entscheid zum langfristigen Erhalt mit weitgehendem Doppelspurausbau, neuem Wagenpark und neuer Lidingöbrücke fiel erst um das Jahr 2010. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Baggeby, Haltestelle Baggeby
Noch für gut 2 Wochen war bedingt durch die baubedingte Sperrung der Strecke nach Ropsten von 1983 bis 1986 Baggeby Endstation für die von Gåshaga kommenden Züge der Södra Lidingöbanan. Baggeby war die erste Haltestelle mit guten Zugangsmöglichkeiten von Strassen, so wurde hier der Übergang zum Ersatzverkehr mit Autobussen nach Ropsten eingerichtet.
SL/SSLidJ A24B 20 Bj.1952 ASEA/ASJ + B24B 36 ex.LiB Bj.1952 ASEA/ASJ
Diese Fahrzeuge der Södra und ehemaligen Norra Lidingöbanan (SSLidJ/LiB) gehörten zu den zuletzt gebauten A24/B24 Wagen welche 1952 als Folge des Depotbrands in Aga im Jahre 1949 und den da zerstörten Fahrzeugen neu nachbeschafft werden konnten. Weitere Wagen des Typs wurden durch die bald einsetzenden Stilllegungen der Stockholmer Strassenbahn frei und konnten gut erhalten "alt brauchbar" übernommen werden.

 

 

 Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Baggeby
Die Södra Lidingöbanan (Linie21) war wie die zwei anderen Linien 12 und 20 nach 1967 (Umstellung auf Rechtsverkehr in Schweden) nicht für längerfristigen Erhalt vorgesehen. Alle 3 Linien wurden zu provisorischen U-Bahn Zubringerstrecken verkürzt. Das Ende für die Linie 20 kam 1971. So wurde stets nur minimaler Unterhalt an Fahrzeugen und Infrastruktur durchgeführt, selbst die 1986-89 durchgeführte grössere Brückensanierung war mehr eine nicht verschiebbare technische Notwendigkeit als gewollte Absicht. So waren solch genagelten "Lottergeleise" damals noch an vielen Stellen zu sehen. Die entscheidende Änderung zum langfristigen Erhalt der beiden Linien 12/21 kam erst mit der Wiedereinführung von regulären Strassenbahnen in Stockholm nach der Jahrtausendwende (Spårväg City). So bestehen mittlerweile auch konkrete Pläne die seit 1967 in Robsten an der U-Bahn-Station endende Linie 21 via Linie 7 wieder ins Stadtzentrum und zum Hauptbahnhof zu verlängern.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Baggeby, Haltestelle Baggeby
SL A24C 373 Bj.1944 ASEA + Steuerwagen SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ
SL/SSLidJ A24B 20 Bj.1952 ASEA/ASJ + B24B 36 ex.LiB Bj.1952 ASEA/ASJ
Ab Mitte der 80er Jahre wurden die Wagen provisorisch für Einmann-Betrieb ohne Kondukteur umgebaut und modernisiert. Dabei wurden Lidingö-Wagen zu A24B/B24B, bereits umgebaute von der Nockebybanan ex. Stockholms Spårvägar überstellte Wagen zu A24C/B24C. Da die zur Stilllegung vorgesehenen Bahnen vorerst nur für ein mittelfristiges Weiterbestehen fit gemacht werden sollten und dazu kaum Werkstattkapazitäten frei waren, erfolgten diese dringend nötigen Anpassungen für den Einmann-Betrieb etwas unkoordiniert. So glich im Detail kaum ein modernisierter Wagen dem Anderen. Besonders interessant hier am ehemaligen Lidingö-Wagen 20 der noch stets mitgeführte Weichen-Stellhebel wie er bis 1967 für die Strassenbahnstrecke nach Stockholm benötigt wurde. Die als Eisenbahn betriebene Lidingöbahn besass ansonsten Weichen mit stationären Weichen-Stellvorrichtungen. Die Jahre später an einigen Wagen erfolgten Total-Umbauten zu A30/B30 waren dann einheitlicher, erhielten diese Fahrzeuge auch völlig neu gestaltete Innenräume.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Baggeby
SL A24C 373 Bj.1944 ASEA + Steuerwagen SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ
Der von Gashåga kommende Zug trifft gerade in der noch für 2 Wochen bestehenden provisorischen Endhaltestelle Baggeby ein. Neben der bis 1983 doppelgleisigen Lidingöbrücke war damals die Strecke von Aga nach Baggeby der einzige Doppelspurabschnitt auf der Södra Lidingöbanan.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga, Werkstätte und Depot der Södra Lidingöbanan.
SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ B24C 40 Bj.1946 ASEA/ASJ ex. SL 646
Mit dem nur kurze Zeit angewendeten Anstrich blau/weiss mit ursprünglicher Stirnfront wäre dies ein fast perfekter Museumszug der ehemaligen "Stockholms Spårvägar" geworden. In dieser Farbgebung ist heute jedoch nur ein Triebwagen (373) museal erhalten. Bis auf die eingangs erwähnten Museumsfahrzeuge wurden alle "Ängby-Wagen" bis 2013 verschrottet. Kurz vor der Wiederinbetriebnahme der Gesamtstrecke zeigt die im Hintergrund sichtbare Gleissperrtafel Richtung Baggeby, dass bedingt durch Bauarbeiten an diesem Tage bereits Aga Endstation war.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 9.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Selten waren allein fahrende Triebwagen aber Dank der Bauweise als Zweirichtungsfahrzeug mit beidseitigen Führerständen natürlich auch möglich. Der Triebwagen hat seine Karriere als A24 369 der Stockholms Spårväger auf den damaligen Vorortslinien begonnen. Nachdem immer mehr Vorortsbahnen stillgelegt und durch U-Bahnen ersetzt wurden, konnte die Södra Lidingöbanan den Triebwagen bereits 1963 kaufen und als Nr.42 in ihren Bestand aufnehmen. Mit der einteiligen Frontscheibe und den Schwenktüren glich er rein äusserlich bereits den später komplett umgebauten A30, blieb aber zeitlebens ein nur teilweise umgebauter A24B. Das Fahrzeug gelangte zur musealen Erhaltung ins "Stockholm Spårvägsmuseum". Die Masten aus dem Eröffnungsjahr 1914 und die verkrautete Gleisanlage zeigte leider deutlich, dass die Bahnlinie damals zur Stilllegung vorgesehen war. Aber auch die damals begonnene Modernisierung war erst für einen mittelfristigen Weiterbestand terminiert. Die entscheidende Wende zu einem langfristigen Erhalt mit neuem Rollmaterial, neuen Depotanlagen, Doppelspurausbau und einer neuen Lidingöbrücke kam erst nach den Jahren um 2010.
SL/SSLidJ A24B 42 Bj.1944 ASEA, 4x92PS, 75km/h, Umbau von A24 zu A24B 1986

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga, Werkstätte
Die Södra Lidingobanan SSLidJ besass in Aga neben den Depotanlagen auch eine kleine Werkstätte für den Unterhalt der Fahrzeuge. Die unter SL (Storstockholms Lokaltrafik) ausgeführten Umbauten zu A24B/C und alle späteren zu A30 wurden jedoch in den für die U-Bahnen zuständigen Werkstätten in Hammarby ausgeführt.
1986 war gerade das Jahr mit grossen Verschiebungen im Wagenpark. So wurden zur Wiedereröffnung der Gesamtstrecke nach Ropsten zu den provisorisch umgebauten Lidingöwagen A24B teilweise umgebaute Wagen der Nockebybanan (Linie 12) als A24C übernommen. Noch nicht umgebaute A24/B24 der Lidingöbanan wurden zum Totalumbau zu A30/B30 in die SL Werkstätte Hammarby transferiert, welche danach aber auf der Nockebybanan eingesetzt wurden. Die Totalumbauten zu A30B/B30B für die Lidingöbanan erfolgten im Anschluss in den Jahren von 1988 bis 1994. Diese Tauschaktionen waren eine Folge der eingeschränkten Umbau-Kapazitäten der SL-Werkstätte Hammarby, hatte man doch nicht mehr mit grösseren Arbeiten für die eigentlich zur Stilllegung vorgesehen Bahnen (Linie 12/21) gerechnet.
SL A24C 373 Bj.1944 ASEA ex. Linie 12 wurde später zum Museumsfahrzeug in Stockholm
SL/SSlidJ A24B 18 Bj.1949 ASEA/ASJ ist ein 1986 umgebauter Lidingö-Triebwagen

   

 

Originalbild anzeigen BEB / 9.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Vergangenheit und damalige Zukunft nahe beieinander. Der A24B 17 zeigt sich äusserlich bereits wie die späteren generalüberholten A30 Triebwagen, während der nach der Stilllegung der Norra Lidingöbanan (LiB) 1971 von der SSLidJ übernommene braune A24 9 auf seinen Abtransport zur Werkstätte Hammarby wartet. Da wird er 1987 in den A30 310 umgebaut und bis zur Verschrottung um 2010 auf der Nockebybanan (Linie 12) eingesetzt. Fast eine Ironie wird der Triebwagen 17 später wieder einen braunen SSLidJ Anstrich erhalten und so heute als "Museumsfahrzeug" auf der Södra Lidingöbanan gelegentlich eingesetzt. In der Tat gab es aber nie einen so umgebauten Triebwagen (einteiliges Frontfenster, Schwenktüren) zur Zeit der SSLidJ in Braun.
SL/SSLidJ A24B 17 Bj.1949 ASEA/ASJ, SL/SSLidJ ex.LiB 9 Bj.1945 ASEA/ASJ

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SSLidJ A24 9 Bj.1945 von ASEA/ASJ war der letzte Triebwagen der 1971 stillgelegten Norra Lidingöbanan (LiB) im Originalzustand. Bald nach der Aufnahme wird er die Reise zur SL-Werkstätte Hammarby antreten und da zum A30 310 für die Nockebybanan umgebaut. Schon 1971 konnte SSLidJ nur noch die LiB A24 Triebwagen 6-12 und 48,49 übernehmen. Weitere LiB A24 Triebwagen wurden damals bereits verschrottet. Dasselbe Schicksal ereilte ab Mitte der 60er Jahre auch viele kaum 20 Jahre alten A24 Triebwagen der Stockholmer Strassenbahn, nachdem die Vorortslinien stillgelegt wurden. Anderseits bekamen die bis 2013 auf der Södra Lidingöbanan eingesetzten A30/B30 ex A24/B24 Wagen die Ehre die ältesten im regulären Bahnbetrieb eingesetzten Strassenbahnfahrzeuge Schwedens zu sein. Leider ist heute von der LiB (Norra Lidingöbanan) nur noch der B24 Steuerwagen 34 museal erhalten.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Das markante "Gesicht" eines A24 Triebwagens der 50er. Die damals eingeführte Scharfenberg-Kupplung mit den Kupplungsdosen für die Steuerleitungen (im abgedeckten Teil) erlaubte ein rasches Kuppeln der Steuerwagen oder Triebwagen für Mehrfachtraktionen. Der Weichen-Stellhebel am Triebwagen ist ein Relikt aus der Zeit bis 1967 als die SSLidJ und LiB noch via der Stockholmer Strassenbahnlinie 10 ins Zentrum von Stockholm fahren konnte. Weichen von Strassenbahnen wurden damals meist noch manuell durch Wegdrücken einer Weichenzunge umgestellt. Wie rechts des Wagens zu erkennen besassen die Weichen der als Eisenbahn konzessionierten SSLidJ üblicherweise aber feste Weichen-Stellvorrichtungen.
SSLidJ A24 9 ex. Norra Lidingöbanan Bj.1945 ASEA/ASJ

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SSLidJ A24 16 Bj.1952 ASEA/ASJ, 4x92PS, 70km/h, 48 Sitz + 31 Steh-Plätze.
Der 1945 gelieferte Triebwagen 16 wurde beim Depotbrand in Aga im Jahre 1949 zerstört. Als Ersatz wurde der Triebwagen 16 (II) im Jahre 1952 nachgeliefert. Er gehört damit zu den zuletzt gebauten "Ängby"-Wagen. 
Der Triebwagen 16 (zusammen mit dem ex. LiB B24 34) waren die letzten "braunen" Fahrzeuge im Originalzustand auf Lidingö und wurden 1992 von SL der Svenska Spårvägssällskapet in Malmköping zur musealen Erhaltung geschenkt. Es sind heute die einzigen im Ursprungszustand erhaltenen "Ängby-Wagen" A24/B24 welche zu besonderen Anlässen auch wieder nach Stockholm und Lidingö zurückgeholt wurden und da auch auf den Linien 7,21,12 ein Gastspiel gaben.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Die Eleganz der 50er Jahre zeichnete sich auch in der Beschriftung wieder. In der beleuchteten Vertiefung oberhalb des Schriftzuges neben der Einstiegstüre steckte einst noch eine Linientafel. Nachdem die Stockholmer Strassenbahn ab 1967 nur noch ein Teil der Linie 12 betrieb und auf Lidingö nach 1971 nur noch die Linie 21 übrig geblieben war, blieben diese Kästen leer. Eine Verwechslung beim Einsteigen der beiden voneinander weit getrennten Linien war ja nicht mehr möglich.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 9.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Nur noch kurze Zeit in Aga war zum Zeitpunkt der Aufnahme der ehemalige Triebwagen der 1971 stillgelegten Norra Lidingöbanan (LiB). Er wurde bald danach zum A30 für die SL Linie 12 (Nockebybanan) umgebaut. SSLidJ A24 9 Bj.1945 von ASEA/ASJ  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Der Steuerwagen 34 wurde der Norra Lidingöbanan 1952 nachgeliefert, nachdem 1949 beim Brand des SSLidJ Depots in Aga da auch zwei zufällig anwesende fabrikneue noch nie eingesetzte LiB Steuerwagen zerstört wurden. Der Steuerwagen gelangte nach der Stilllegung der LiB 1971 zur SSLidJ und wurde 1992 zusammen mit dem SSLidJ Triebwagen 16 der Svenska Spårvägssällskapet in Malmköping geschenkt. Der Steuerwagen 34 ist heute das einzig von der Norra Lidingöbanan (LiB) erhaltene Fahrzeug. Wie an der hinteren Dachpartie mit den unnötigen Linienanzeigen deutlich zu erkennen wurden die Trieb- und Steuerwagen aus standardisierten Bauteilen modular aufgebaut. Das war auch bei den Drehgestellen so. Während die SSLidJ und LiB von Beginn weg nur Steuerwagen kaufte, konnte man Dank dieser Bauweise die der Stockholmer Strassenbahn ursprünglich als reine Beiwagen gelieferten Fahrzeuge später problemlos auch in Steuerwagen umbauen.
SSLidJ ex. LiB B24 34 Bj.1952 ASEA/ASJ 

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Die modulare Gleichheit der Bauteile ist auch auf dieser Aufnahme gut sichtbar. So handelt es sich vorne um den SSLidJ ex LiB Steuerwagen B24 34 gefolgt vom Steuerwagen B24C SL 636 der von einem reinen Beiwagen umgebaut wurde und zuletzt der Triebwagen A24C 374 der ebenfalls von der Nockebybanan (Linie 12) 1986 zur Lidingöbanan gekommen ist. Speziell für die einst als Eisenbahn betriebenen Lidingöbahnen war allerdings das am vorderen Steuerwagen noch sichtbare Signalhorn. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Ohne es damals zu erahnen, stellte sich dieses Bild nachträglich als etwas Besonderes heraus. Es zeigt die beiden heute noch erhaltenen Triebwagen SL/SSLidJ A24B 17 und den SSLidJ A24 16. Der teilweise umgebaute A24B 17 gelangte als einer der wenigen nicht weiter zum A30 umgebauten Triebwagen 1993 ins Stockholms Spårvägsmuseum. Als "Museumswagen" gelangte er in dieser Form später mit einem braunen SSLidJ Anstrich versehen zurück nach Lidingö. Allerdings gab es ursprünglich nie einen umgebauten A24B Triebwagen mit einteiliger Frontscheibe und Schwenktüren mit braunem SSLidJ Anstrich.
Der Triebwagen A24 16 blieb als Letzter seiner Art original erhalten und wurde 1992 zusammen mit dem ex. LiB Steuerwagen 34 dem Strassenbahnmuseum in Malmköping geschenkt. Vor einigen Jahren als der Triebwagen 16 für einige Tage nach Lidingö zurückgeholt wurde, kam es nochmals zu einem Zusammentreffen der beiden nun im SSLidJ braun (offiziell: dunkles Venezianer rot) gehaltenen Triebwagen. 
SL/SSLidJ A24B 17 Bj.1949 ASEA/ASJ, SSLidJ A24 16 Bj.1952 ASEA/ASJ

 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 9.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ A24B 17 Bj.1949 ASEA/ASJ. Der im Juli 1986 provisorisch für Einmannbetrieb umgebaute und mit dem modernen SL-Anstrich der U-Bahn versehene Triebwagen ist heute als einziger "Ängby"-Wagen im braunen SSLidJ Anstrich für Sonderfahrten zurück auf Lidingö. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ A24B 42 (ex. 369) Bj.1944 ASEA + B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ
Der nicht weiter zum A30B umgebaute Triebwagen gelangte 1996 als Ausstellungsstück ins Stockholms Spårvägsmuseum. Nachdem in den 60er Jahren schon viele Stockholmer Vorortslinien stillgelegt wurden, konnte SSLidJ den Triebwagen bereits 1963 von der Stockholms Spårväger (ex. A24 369) übernehmen. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Derselbe Zug von der Seite des Steuerwagens betrachtet. Obwohl damals bereits 40 Betriebsjahre auf dem Buckel machte der erst provisorisch modernisierte Zug einen gepflegten und zeitgemässen Eindruck. Der 1952 nachgelieferte Steuerwagen war ein Ersatz für einen beim Depotbrand 1949 zerstörten Wagen. Bei den provisorischen Umbauten zu A24B/B24B ging es vor allem um die Möglichkeit für kondukteurlosen Betrieb mit vom Wagenführer zu bedienenden Türen während die Inneneinrichtung noch weitgehend original verblieb. So gab es kaum ein Wagen, der im Detail dem anderen glich. Der Steuerwagen behielt da noch sein zweiteiliges Stirnfenster und das Signalhorn, während am Triebwagen bereits der Führerstand mit einem einteiligen Fenster modernisiert wurde. So verblieb der Triebwagen 42 in diesem Zustand als A24B bis zur Ausrangierung und musealen Übernahme während der Steuerwagen B24B 33 in den Jahren 1989-93 in der SL Werkstätte Hammarby durch einen Totalumbau mit neuer Inneneinrichtung zum B30B 613 wurde und so bis 2013 in Betrieb blieb. Danach wurde der Wagen verschrottet.
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 42 ex. SS 369 Bj.1944 ASEA 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ A24B 42 ex SS 369 Bj.1944 ASEA, SL/SSLidJ ex.LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ
Die 1944 zuerst an die Stockholms Spårväger gelieferten "Ängby"-Wagen wurden mit den Nachlieferungen für beim Depotbrand zerstörte Wagen an die SSLidJ und LiB über ein Jahrzehnt bis 1952 gefertigt. Die durchdacht konstruierten Wagen waren mit standardisierten Komponenten modular aufgebaut was auch spätere Umbauten vereinfachte. Dies galt nicht nur für die Wagenkasten, sondern auch für die Drehgestelle. So waren selbst Drehgestelle von Triebwagen (Bild links) und motorlosen Steuerwagen (Bild rechts) äusserlich nicht zu unterscheiden. Dazu gab es offensichtlich auch keine Notwendigkeit im Laufe der Herstellerjahre die Konstruktion zu verändern. Das Bild links zeigt ein Drehgestell aus dem ersten (1944), das Bild rechts aus dem letzten Produktionsjahr (1952).

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 9.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Für die ehemaligen Vorortslinien 8/9/12/14/17 der "Stockholms Spårväger" wurden 1944 komfortable für Mehrfachtraktion (Tw+Bw+Tw) geeignete Fahrzeuge der Typen A24/B24 entwickelt. Nach den Stilllegungen der 60er Jahre blieb bei der Stockholmer Strassenbahn nur noch ein Teilstück der Linie 12 übrig (Nockebybanan). Einige der nun überzähligen Fahrzeuge konnten ab 1963 noch an die Lidingöbanan verkauft werden, andere vielen bereits früh dem Schrotthändler zum Opfer. So wurde ab den 60er Jahren die Stockholmer Linie 12 ausschliesslich mit A24/B24 Fahrzeugen betrieben. Nachdem die Tramlinien 12 und 21 (Lidingö) von der SL Storstockholms Lokaltrafik kontrolliert wurden, kam es vermehrt auch zu Verschiebungen im Wagenpark zwischen beiden Linien. So gelangte der 1944 von Stockholms Spårväger beschaffte und 1986 provisorisch für kondukteurlosen Betrieb umgebaute Triebwagen zur Södra Lidingöbanan welche ab 24.8.1986 den seit 3 Jahren unterbrochenen Betrieb nach Ropsten wieder aufnehmen konnte (Umbau Lidingöbrücke). Die von der Nockebybanan übernommenen teilweise umgebauten Stockholmer Fahrzeuge erhielten da die Typenbezeichnung A24C/B24C. Als Besonderheit behielt der früh umgebaute Triebwagen 373 seine klassischen Falttüren und die Front mit 2 Fenstern. So blieb sein Äusseres nahe am ursprünglichen Zustand erhalten. Nachdem auch ein Totalumbau zu einem A30 unterblieben war, konnte der Triebwagen bereits 1996 als Museumsfahrzeug vom Stockholms Spårvägsmuseum übernommen werden. Wieder mit einem blau/weissen Anstrich der ehemaligen Stockholmer Strassenbahn versehen steht er heute auf der Museumslinie 7N (Djurgårdslinjen) im Einsatz. 
SL/SSLidJ A24C 373 Bj.1944 ASEA, 4x 92PS, 75km/h, 48 Sitz-/39 Steh-Plätze 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Innenraum SL/SSLidJ Triebwagen A24C 373 Bj.1944 ASEA
Die vorerst nur provisorisch für kondukteurlosen Betrieb teilweise umgebauten Triebwagen A24B/C bzw. Steuerwagen B24B/C behielten ihre Inneneinrichtung mit dem Charme der 50er Jahre. Erst bei einem späteren Komplettumbau zu A30/B30 wurde der gesamte Innenraum neu gestaltet.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Auch der Führerstand des im April 1985 teilweise umgebauten Triebwagens SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ strömte noch weitgehend den Charme der 50er Jahre aus. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ
Einige der ab 1985 provisorisch umgebauten Lidingö Fahrzeuge wechselten ihren braunen Anstrich erstmal auf den blau/weissen Anstrich der einstigen Stockholmer Strassenbahn. Zwischen 1988 und 1994 erfolgten dann die weiteren Umbauten zu A30B/B30B auch mit dem blauen Anstrich mit weisser Zierlinie wie bei der U-Bahn. Aus dem A24B 21 wurde später A30B 322 und aus dem B24B 36 entstand B30B 611. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 9.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ. Der blau/weisse Anstrich mit dem frontseitigen Weichen-Stellhebel wie zu Zeiten der Stockholmer Strassenbahn (Stockholms Spårväger). Allerdings verrät das stirnseitige Signalhorn den Ursprung des Triebwagens von der als Eisenbahn betriebenen Södra Lidingöbanan (SSLidJ).

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ. Die Linienbezeichnung 221 wurde nur in den Jahren 1975-1989 angewendet. Davor und auch heute ist es wieder die Linie 21. Aus dem Triebwagen wurde später der A30B 322. Die A30/B30 "Ängby"-Wagen blieben auf der Linie 12 (120) bis 2009, auf der Södra Lidingöbanan Linie 21 (221) als A30B/B30B bis 2013 im Einsatz. Ausser dem Zug A30/B30 302/604 (Museum Malmköping) ex. Linie 12 und dem zum Dienstwagen umgebauten ex. A30 304 wurden danach alle Fahrzeuge verschrottet.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ ex. LiB A24B 6 Bj.1945 ASEA/ASJ. 1988-94 umgebaut zu A30B 320
Bei der Stilllegung der Norra Lidingöbanan konnten nur einige A24 Triebwagen von der SSLidJ übernommen werden (6-12, 48/49). Weitere gleiche LiB Wagen wurden damals bereits verschrottet. Von der Norra Lidingöbanan (LiB) existiert heute nur noch der Steuerwagen B24 34 in Malmköping jedoch kein Triebwagen mehr.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ ex. LiB (Norra Lidingöbanan) A24B 6 Bj.1945 ASEA/ASJ. Bemerkenswert war damals, dass einige Wagen den stirnseitigen Weichen-Stellhebel für die Bedienung von Strassenbahnweichen noch mitführten. Diese Art der Weichen-Umstellung gab es auf dem 1967 stillgelegten Streckenstück zum Humlegårdsgatan via Stockholmer Tramlinie 10 und im Bereich von Ropsten mit der einst doppelgleisigen Strecke über die Lidingöbrücke. Die Weichen der als Eisenbahn betriebenen SSLidJ/LiB besassen ansonsten stationäre Weichen-Stellvorrichtungen mit Wurfhebel.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ ex. LiB (Norra Lidingöbanan) A24B 6 Bj.1945 ASEA/ASJ. 1988-94 umgebaut zu A30B 320. Verschrottet 2013.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ
Sowohl der Steuerwagen 36 ex. Norra Lidingöbanan wie auch der Triebwagen 21 der Södra Lidingöbanan wurden 1952 als Ersatz für beim Depotbrand von Aga im Jahre 1949 zerstörte Fahrzeuge nachgeliefert. Danach wurde die seit 1944 laufende Produktion von A24/B24 Fahrzeugen eingestellt. So besteht dieser Zug aus den damals neuesten Fahrzeugen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
Steuerwagen SSLidJ B24 B24 Bj.1945 ASEA/ASJ ex. Norra Lidingöbanan (LiB)
SL/SSLidJ A24C 376 Bj.1944 ASEA + B24C 636 ASEA/ASJ Bj.1944
Der Glückspilz unter den hier abgebildeten Fahrzeugen ist sicher der noch braune bzw. im dunklen Venezianer rot gehaltene SSLidJ Steuerwagen 34. Er wird zusammen mit dem damals auch noch original erhaltenen SSLidJ Triebwagen 16 im Jahre 1992 dem schwedischen Strassenbahnmuseum in Malmköping geschenkt. Der Steuerwagen 34 ist heute das einzige noch erhaltene Fahrzeug der ehemaligen Norra Lidingöbanan (LiB).
Der Pechvogel hingegen ist der daneben stehende bereits provisorisch modernisierte und mit dem neuen Anstrich versehene Steuerwagen B24C. Während den 1988 in der SL Werkstätte Hammarby begonnenen Umbauarbeiten zum B30B fing der Wagen Feuer und wurde dabei komplett zerstört. 
Deutlich ist auch die Variantenvielfalt bei den provisorisch zu A24C/B24C umgebauten Wagen zu sehen. A24C bekam dabei bereits eine einteilige Fensterfront, behielt aber noch seine alten Klapptüren. Der umgekehrte Fall mit alter Front und neuen Schwenktüren war häufiger zu sehen. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga
SL/SSLidJ A24C 376 Bj.1944 ASEA, SL/SSLidJ A24C 374 Bj.1944 ASEA 
Beim Besuch im Jahre 1986 kurz vor der Wiederöffnung der ganzen Linie nach Ropsten und Einführung des kondukteurlosen Betriebs fanden als Folge beschränkter Umbaukapazitäten in der SL U-Bahn Werkstätten Hammarby gerade viele Rochaden im Fahrzeugpark statt. Alte SSLidJ Fahrzeuge in Braun wurden für einen Umbau abgezogen, dafür kamen bereits provisorisch umgebaute Wagen der SL Linie 12 (120) nach Lidingö. Diese Fahrzeuge aus den Nummerngruppen 300/600 erhielten auf Lidingö die Bezeichnung A24C/B24C. Hier sind zwei dieser Neuankömmlinge auf Lidingö zu sehen. Wie bei allen erstmal nur provisorisch umgebauten Wagen gab es noch mehrere Ausführungsvarianten. So wurden bei den frühen Modernisierungen die Wagenfronten noch ähnlich zur Ursprungsausführung mit 2 Fenstern ausgestattet. In den Jahren 1988-94 wurde A24C 376 zum A30B 316 "Dalsland" und A24C 373 zum A30B 315 "Lappland" umgebaut. 

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Larsberg, Aga,
SL/SSLidJ A24C 374 Bj.1944 ASEA. Ebenfalls ein kleiner Unterschied, der ehemals auf den Vorortslinien der Stockholms Spårväger eingesetzten Wagen zu den ursprünglichen Lidingö-Triebwagen war die Pfeife auf dem Dach oben links anstelle eines Signalhorns. Links neben der Pfeife die unabhängig von Umbauarbeiten bei allen Fahrzeugen nachgerüstete Funkantenne. 
Als Besonderheit waren hier die beiden modernisierten Fenster bei dem Triebwagen noch auf verschiedenen Ebenen eingebaut. Ursprünglich gab es da Schiebefenster damit der Wagenführer mit dem Weichen-Stellhebel die Weichenzungen aus dem Führerstand heraus umstellen konnte. Links und rechts der Zielanzeige sind Fähnchenhalter für je 4 Fahnen zu sehen. Dies war wiederum eine Eigenheit bei den Wagen der Stockholmer Strassenbahn. So gab es im Detail kaum ein provisorisch umgebauter Wagen, der dem Anderen wirklich glich. Diesbezüglich einheitlicher wurden danach aber die Totalumbauten zu A30B/B30B. Der Triebwagen wurde später zum A30B 315 "Lappland" umgebaut. Alle A30/B30 Wagen erhielten zusätzlich auch Namen.

 

 

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Lidingö-Larsberg, Aga
Eine kleine dieselbetriebene Rangierlokomotive vom U-Bahnbetrieb der SL (Storstockholms Lokaltrafik) mit nicht passenden Kupplungen weilte 1986 auch in Aga. Wohl zum Rangieren/Verschub von Baufahrzeugen beim Streckenumbau. Die mit einem 54kW Fordmotor ausgerüstete Lokomotive A289 9216 wurde 1928 für die Staatsbahn SJ als Z3 gebaut und ist mittlerweile verschrottet worden. 

 

 

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Lidingö-Larsberg, Aga
Im Rahmen der Modernisierungsarbeiten an Fahrzeugen, der Strecke und der Lidingöbrücke in den Jahren 1983-86 wurden auch an Depotgebäuden in Aga Umbauten durchgeführt. Ein Glück für den Fotografen und Dank freundlichen Mitarbeitern welche den Zutritt aufs Bahngelände freizügig erlaubten ergaben sich dadurch Bilder mit einer nur kurze Zeit möglichen bunten Vielfalt im Freien abgestellter Fahrzeugen.
Von links nach rechts:
Steuerwagen SL/SSLidJ ex. Norra Lidingöbanan B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ (verschrottet)
Triebwagen SSLidJ A24 16 Bj.1952 ASEA/ASJ (Museum Malmköping)
Diesellok (SL U-Bahn)  A289 9216 Bj.1928 Ford/? (verschrottet)
Triebwagen SL/SSLidJ A24B 17 Bj.1949 ASEA/ASJ (Museum Stockholm > Lidingö)
Steuerwagen SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ (verschrottet) 
Triebwagen SL/SSLidJ A24B 42 ex. SS 369 Bj.1944 ASEA (Museum Stockholm)

 

 

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Lidingö-Skärsätra, Haltestelle Centralvägen
SL/SSLidJ B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ
Der provisorisch zum B24B 40 umgebaute Steuerwagen war ursprünglich der Beiwagen B24 646 der Stockholmer Strassenbahn (Stockholms Spårväger) welcher 1958 zum Steuerwagen umgebaut wurde. In den Jahren 1990-93 baute die SL-Werkstätte in Hammarby den Steuerwagen zum B30B 610 mit dem Namen "Juno" um.
Im Rahmen von Doppelspur-Ausbauten sind heute die ehemaligen Haltestellen Centralvägen und Parkvägen zur neuen Haltestelle "Skärsätra" zusammengelegt worden.

  

 

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Lidingö-Skärsätra, Centralvägen / Södra Kungsvägen
SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ
Der provisorisch umgebaute, mit dem blau/weissen Farbkleid der ehemaligen Stockholmer Strassenbahn versehene ehemals braune SSLidJ Triebwagen, behielt vorerst auch seine ursprüngliche Frontgestaltung. Mit dem einst nur für Strassenbahnweichen nötigen, noch stets mitgeführten Weichen-Stellhebel gab er damals fast ein museales Bild ab wie zurzeit bis 1967 als Stockholm noch ein grosses Netz an städtischen und Vororts-Tramlinien besass. 
Der Triebwagen 15 wurde in den Jahren 1988-94 in der SL-Werkstätte Hammarby zum A30B 319 mit dem Namen "Mölna" umgebaut und blieb bis zur Verschrottung 2013 auf Lidingö in Betrieb. Mit 60 Dienstjahren waren dies die ältesten im regulären Einsatz stehenden Strassenbahnwagen Schwedens. Heutige mit Elektronik gesteuerte Fahrzeuge erreichen ihre Einsatzende oft schon nach 25, selten mal nach 40 Jahren. 

 

 

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Lidingö-Skärsätra, Haltestelle Parkvägen
SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ 
Die Haltestelle wurde mit dem Doppelspurausbau verschoben und befindet sich heute etwa mittig zwischen den ehemaligen Haltestellen Centralvägen und Parkvägen. (im Bild ist dies nach hinten, neue Haltestelle "Skärsätra").

 

 

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Lidingö-Skärsätra, Parkvägen
SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ  
Zwischen den Haltestellen Parkvägen und Kottla durchquerte das eingleisige Trassee in einem schmalen in den Fels gehauenen Einschnitt eine kleine Geländeerhebung. Mit den alten Gittermasten aus dem Eröffnungsjahr 1914 und dem blau/weissen Zug eine Zeitkapsel der einstigen von Stockholms Spårväger betriebenen Überlandbahnen. Auch diese Linie entging aber nur mehr durch Zufall als Absicht einer Stilllegung. Selbst die in den Jahren 1983-86 erfolgte Sanierung war kein Garant für eine längerfristige Erhaltung. Diese erfolgte erst in den Jahren um 2010 mit der Totalerneuerung der gesamten Bahn. Bei der Gelegenheit wurde auch der Abschnitt hier auf Doppelspur ausgebaut und ist heute kaum mehr wiederzuerkennen.

 

 

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Lidingö-Skärsätra, zwischen den Haltestellen Kottla und Parkvägen 
SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ
Nur noch wenige Fahrzeuge besassen zu der Zeit noch eine richtungsabhängige Zielanzeige "Ropsten" oder "Gashåga". Üblicherweise wurde damals nur noch eine feste Anzeige "Ropsten-Gashåga" angezeigt.

 

 

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Lidingö-Skärsätra, zwischen den Haltestellen Parkvägen und Kottla
SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ
Bei genauer Betrachtung erkennt man an der Schiene links den auch aussen abgenutzten Schienenkopf. D.h. die Schiene wurde in der Kurve schon mal mit der Schiene rechts ausgetauscht. Solche Arbeiten waren typisch bei Bahnen mit extremem Geldmangel und meist ein untrügliches Zeichen einer bevorstehenden Stilllegung. So war tatsächlich auch die SSLidJ zu Beginn der 80er Jahre zur Stilllegung vorgesehen. Selbst die von 1983 bis 1986 durchgeführte Modernisierung war aber nur für eine weitere Betriebsdauer von 30 Jahren terminiert. Erst nach breit abgestützten Bürgerprotesten gegen eine Stilllegung nach der Jahrtausendwende wurde die Bahn ab 2010 nachhaltig modernisiert. (Neubau Depot- und Werkstätte, Neubau Lidingöbrücke, Doppelspurausbau, Verlängerung in Gashåga und komplett neuer Wagenpark mit niederflurigen Gelenkwagen).

 

 



 
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Lidingö-Skärsätra, zwischen den Haltestellen Kottla und Parkvägen 
SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ
Im Rahmen der nachhaltigen Sanierung nach 2010 wurde dieses Streckenstück auf Doppelspur ausgebaut. So sind heute viele Aufnahmeorte kaum mehr wiederzuerkennen.

 

 

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Lidingö-Skärsätra, Parkvägen
SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ
Das im Hintergrund auf Grün stehende Einfahrsignal der Haltestelle Parkvägen zeigt, dass die Lidingöbahn als Eisenbahn betrieben wurde. So gab es bis 1978 mit SSLidJ eigenen Elektrolokomotiven unter anderem auch Güterverkehr mit Kesselwagen vom Shell Tanklager in Rasta bei Gashåga zur Übergabestelle ins SJ Staatsbahnnetz bei Ropsten. Der restliche Güterverkehr auf der SSLidJ wurde 1982 eingestellt.

 

 

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Lidingö-Skärsätra, Haltestelle Kottla
SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ
Der Steuerwagen 36 wurde 1952 für die Norra Lidingöbanan (LiB) nachgeliefert, nachdem beim Depotbrand in Aga der Södra Lidingöbanan im Jahre 1949 da auch zwei soeben fabrikneu angelieferte und noch nie eingesetzte LiB Steuerwagen (26,27) zerstört wurden. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Lidingö-Skärsätra/Mölna, Bahnübergang vor der Haltestelle Kottla
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24C 373 Bj.1944 ASEA
Während das stirnseitige Signalhorn am Steuerwagen den Ursprung des Fahrzeugs bei den Lidingöbanan verrät, begann der Triebwagen seine Laufbahn auf den ehemaligen Vorortslinien 8/9/12/14/17 der Stockholms Spårväger.

 

 

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Lidingö-Mölna, beim Einfahrsignal zur Haltestelle Kottla
SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 20 Bj.1952 ASEA/ASJ
Das damals noch farblich unterschiedliche Doppel bestand aus dem Steuerwagen 36 der ehemaligen Norra Lidingöbanan und dem Triebwagen 20 der Södra Lidingöbanan. Beide Fahrzeuge sind mit Baujahr 1952 Nachlieferungen als Ersatz von beim Depotbrand in Aga zerstörter Wagen und gehören zu den zuletzt gebauten A24/B24 Fahrzeugen welche seit 1944 von ASEA/ASJ produziert wurden.

 

 

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Lidingö-Mölna
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24C 373 Bj.1944 ASEA
Zwischen den Haltestellen Högberga und Kottla durchquert die Linie ein hübsches Naherholungs- und Wandergebiet um den See Kottlasjön. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Lidingö-Mölna
SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ
Der provisorisch modernisierte B24B/A24B Zug in den Farben der Stockholms Spårväger. Durch den abgetrennten Führerstand war es damals auch kein Problem bei den warmen Spätsommertagen mit einer offenen Türe zu fahren. 
Der Steuerwagen 40 wurde in den Jahren 1989-93 zum B30B 610 "Juno", der Triebwagen 15 in den Jahren 1988-94 zum A30B 319 "Mölna" umgebaut. Beide Fahrzeuge wurden danach um 2013 verschrottet. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Mölna, zwischen den Haltestellen Högberga und Kottla
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24C 373 Bj.1944 ASEA
Ein originaler Lidingö-Steuerwagen wird von einem ehemaligen Triebwagen der Stockholmer Strassenbahn gestossen. Beide bereits mit dem modernen Anstrich der U-Bahn besitzt der Triebwagen noch seine früher üblichen Falttüren, dazu haben auch beide Fahrzeuge noch zweifenstrige Fronten. Unter den provisorisch umgebauten Wagen (A24B/C B24B/C) gab es eine Vielzahl Varianten, kaum ein Fahrzeug glich im Detail wirklich einem Anderen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.1986


Lidingö-Mölna, zwischen den Haltestellen Högberga und Kottla
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24C 373 Bj.1944 ASEA
Der Steuerwagen 33 wurde in den Jahren 1989-93 zum B30B "Pluto" umgebaut, der Triebwagen 373 verblieb im Umbauzustand als A24C und kam 1996 ins Stockholms Spårvägsmuseum. Da erhielt er wieder die blau/weisse Lackierung der Stockholms Spårväger und ist heute auf der Stockholmer Museumslinie 7N (Djurgårdslinjen) im Einsatz. 

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Mölna
SL/SSLidJ A24B 20 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ
Mittels einer kleinen Brücke wird der Abfluss des "Kottlasjön" (Kottlasee) in den die Insel Lidingö bildenden Saltsjön überquert.

 

 

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Lidingö-Mölna, nach dem Verlassen der Haltestelle Högberga in Richtung Kottla (Ropsten)
SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ
Auf den Zielbändern waren mehrere Anzeigevarianten einstellbar. Während der Wagenführer im B24B 40 am Vortag 5.8.1986 noch die Anzeigen "Ropsten" und "Gashåga" richtungsabhängig einstellte, wurde hier die einfachere und stets passende Anzeige "Ropsten-Gashåga" gewählt.    

 

 

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Lidingö-Mölna, Högberga
SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ
Aus heutiger Sicht fast ein perfekter Museumszug in den Farben der ehemaligen "Stockholms Spårväger". Der Steuerwagen besitzt stirnseitig sogar noch den Weichen-Stellhebel wie er einst zum Umstellen von Strassenbahnweichen auf der Strecke von Ropsten ins Zentrum von Stockholm zum Humlegårdsgatan benötigt wurde. In der Tat bekamen die beiden bisher braunen bzw. im dunklen Venezianer rot gehaltenen Fahrzeuge der Norra- und Södra Lidingöbanan diesen Anstrich erst 1985 im Rahmen der provisorischen Modernisierung zu B24B/A24B Wagen. Dieser nur bei wenigen Fahrzeugen angewandte Anstrich wurde noch während den Umbauarbeiten auf das "modernere" blau mit weissem Zierstreifen der U-Bahn geändert. Den neuen Anstrich erhielten die Fahrzeuge dann beim weiteren Umbau zum Steuerwagen B30B 611 "Smultronet" und zum Triebwagen A30B 322 mit dem Namen "Kolmården".

 

 

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Lidingö-Mölna, Högberga
SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ
Ein Zug der Södra Lidingöbanan auf der Fahrt Richtung Ropsten. Allerdings war zu der Zeit Baggeby noch provisorische Endstation mit Umsteigen auf die Bahnersatzbusse. Die Wiedereröffnung der sanierten Lidingöbrücke und der Betrieb bis Ropsten erfolgte am 24.8.1986. Die Liniennummer 221 gab es nur in den Jahren 1975-1989. Danach wurde wieder die ursprüngliche Liniennummer 21 verwendet.

 

 

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Lidingö-Mölna, Högberga
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24C 373 Bj.1944 ASEA

 

 

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Lidingö-Brevik, Haltestelle Brevik
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ/SS A24C 373 Bj.1944 ASEA
Der Steuerwagen 33 wurde in den Jahren 1989-93 zum B30B "Pluto" umgebaut, der Triebwagen 373 verblieb im Umbauzustand als A24C und kam 1996 ins Stockholms Spårvägsmuseum. Da erhielt er wieder die blau/weisse Lackierung der Stockholms Spårväger und ist heute auf der Stockholmer Museumslinie 7N (Djurgårdslinjen) im Einsatz. Durch den nur leichten Umbau zum A24C mit noch originalen Falttüren und zweiteiligen Frontfenstern ist er heute das einzig erhaltene Fahrzeug nahe am Originalzustand eines A24 der ehemaligen Stockholmer Vorortsbahnen. Ein dazu passender Steuerwagen gibt es leider nicht mehr.

 

 

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Lidingö-Brevik, Banvägen/Bahnübergang Vattenvägen
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ/SS A24C 373 Bj.1944 ASEA
Der Zug repräsentiert die ganze Bauzeit der A24/B24 Fahrzeuge. Während der Steuerwagen mit Baujahr 1952 zur Letzt gebauten Serie für die Lidingöbanan gehört, entstammt der Triebwagen 373 der ersten, im Jahre 1944 für die Stockholmer Strassenbahn (Stockholms Spårväger) gebauten Fahrzeuge.

 

 

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Lidingö-Brevik, Bovetevägen
SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ 
Wiederum durch ein schönes Waldgebiet erreicht der Zug der Södra Lidingöbanan in steter Steigung vom tieferliegenden Ufer bei Gashåga demnächst die Haltestelle Brevik.

 

 

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Lidingö-Brevik/Käppala
SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ
In der Steigung von Gashåga kommend passiert der Zug in den Farben der einstigen "Stockholms Spårväger" gerade das Einfahrsignal von Brevik. Mit den Gittermasten aus der Eröffnungszeit 1914 eine Szene als sei die Zeit stehengeblieben, leider jedoch auch eine Folge der beabsichtigten Stilllegung welche dann zweimal (um 1980/2010) nur knapp abgewendet werden konnte.

 

 

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Lidingö-Brevik, Bovetevägen
Triebwagen SL/SSLidJ A24B 42 ex. SS 369 Bj.1944 ASEA (Museum Stockholm)
Bedingt durch die Revision der Lidingöbrücke von 1983 bis 1986 war der Bahnbetrieb noch für 2 Wochen auf den Abschnitt Gashåga-Baggeby beschränkt. So gab es auch einige unübliche Einsätze wie mit dem alleine fahrenden Triebwagen 42. Äusserlich bereits einem A30B gleichend besass der als A24B nur provisorisch umgebaute Triebwagen aber noch die alte Inneneinrichtung. Der ehemalige Stockholmer Triebwagen 369 konnte die Södra Lidingöbanan bereits im Jahr 1963 bedingt durch die Stilllegungen der Vorortsbahnen von Stockholms Spårväger kaufen und erhielt die SSLidJ Nummer 42. Der nicht zu einem A30B umgebaute Triebwagen kam 1996 ins Stockholms Spårvägsmuseum und wird da als Ausstellungsstück aufbewahrt.

 

 

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Lidingö-Käppala
SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ
Unabhängig vom provisorischen Umbauzustand als B24B/A24B war die bis zur Verschrottung im Jahre 2013 mit Baujahr 1952 der neueste Zug auf der Södra Lidingöbanan. Zu Beginn der 90er Jahre erfolgte der weitere Umbau zu B30B 611 "Smultronet" und A30B 322 "Kolmården". 

 

 

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Lidingö-Käppala, Talludden
SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ +  SL/SSLidJ/SS A24C 373 Bj.1944 ASEA
Im Hintergrund bei der Haltestelle Talludden war die ehemalige nach links führende Verzweigung der 1929 eröffneten und 1972 stillgelegten Güterstrecke zum Shell Tanklager nach Rasta. Auf dieser Güterstrecke gab es interne Fahrten für die Shell Angestellten, jedoch nie öffentlicher Personenverkehr. Der Güterverkehr mit Übergabe der Wagen zur SJ in Ropsten endete auf der SSLidJ 1982 vor der sanierungsbedingten Schliessung der Lidingöbrücke von 1983 bis 1986.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Käppala, Talludden
Ausfahrsignal der Haltestelle Talludden, Zug fährt Richtung Gashåga
SL/SSLidJ A24B 21 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Gashåga, kurz vor der damaligen Endstation Gashåga
SL/SSLidJ/SS A24C 373 Bj.1944 ASEA + SL/SSLidJ B24B 33 Bj.1952 ASEA/ASJ 
Heute ist diese Gegend mit Industriebetrieben dicht bebaut und die Wiesen und Bäumen sind verschwunden. Der Triebwagen der einstigen Stockholms Spårväger ist seit 1996 Eigentum vom Stockholms Spårvägsmuseum und wird im alten blau/weissen Anstrich auf der Stockholmer Museumslinie 7N (Djurgårdslinjen) eingesetzt. Dazu erhielt er da auch wieder einen noch vorhandenen vollen Scheren-Pantografen.   

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Gashåga, Endstation Gashåga
SL/SSLidJ/SS A24C 373 Bj.1944 ASEA. Im Gegensatz zu den mit Signalhörnern ausgerüsteten Lidingö-Fahrzeugen besassen die Triebwagen der Stockholmer Vorortsbahnen Signalpfeifen auf dem Dach (links oben). Ebenfalls typisch waren die Fähnchenhalter für je 4 kleine Fahnen links und rechts der Zielanzeige. Obwohl im Grundsatz zu den SSLidJ/LiB durchaus typengleiche Fahrzeuge gab es im Detail doch einige Unterschiede welche beim Wechsel des Einsatzgebietes teilweise angepasst werden mussten (z.B. für die Signalsteuerungen).

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 7.8.1986


Lidingö-Gashåga, Endstation Gashåga
SL/SSLidJ A24B 20 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. LiB B24B 36 Bj.1952 ASEA/ASJ
Während der Steuerwagen 36 am Vortag noch mit dem ebenfalls blau/weissen Triebwagen 21 unterwegs war, bildete er am 7.8. ein gemischtes Doppel mit dem blauen Triebwagen 20. Das belegt auch die durchaus regen Rangiertätigkeiten im Depotareal von Aga. Die Scharfenberg-Kupplungen mit den integrierten Steuerleitungen scheinen aber eher ein Sorgenkind gewesen zu sein, wurden sie doch um das Jahr 2000 durch rein mechanische Kupplungen mit separat steckbaren Steuerkabeln ersetzt. Im direkten Vergleich zum vorherigen Bild ist am "originalen" Lidingö-Triebwagen noch sein frontseitiges Signalhorn zu erkennen. Der alte Weichen-Stellhebel wäre eigentlich passender am Triebwagen der Stockholmer Strassenbahn gewesen, dennoch benötigten auch die SSLidJ/LiB Fahrzeuge diese Umstell-Vorrichtungen für die bis 1967 benutzte Strecke via der ehemaligen Tramlinie 10 ins Zentrum von Stockholm. Bei weiteren Umbauten entfielen an allen Fahrzeugen dann diese Stellhebel. Bei der als Eisenbahn betriebenen SSLidJ besassen die Weichen ortsfeste Umstell-Vorrichtungen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 5.8.1986


Lidingö-Gashåga, Endstation Gashåga
SL/SSLidJ A24B 15 Bj.1952 ASEA/ASJ + SL/SSLidJ ex. SS 646 B24B 40 Bj.1946 ASEA/ASJ
Der 1985 von SL erworbene SSLidJ Steuerwagen B24B 40 wurde bei Stockholms Spårväger als B24 646 1958 vom Beiwagen zum Steuerwagen umgebaut. Der weitergehende Umbau des Steuerwagens 40 zum B30B 610 "Juno" erfolgte 1989-93, der Umbau des Triebwagens 15 zum A30B 319 "Mölna" in den Jahren 1988-94.
Die Endstation wurde 1946 vom zentralen Fähranleger um ca.300m zur auf den Bildern sichtbaren abseits gelegenen Endhaltestelle verkürzt. Damit sparte man sich einen Bahnübergang und überliess es den Fahrgästen selbst irgendwie den entfernten Schiffsanleger zu erreichen. Dieser Zustand dauerte bis 2001, als man sich durchrang dieses fehlende Streckenstück wieder zu komplettieren. Heute halten da die Züge in Gashåga-brygga direkt neben den Anlegern zu den Fährschiffen. 

 

 


 

 

Externer Link zur Startseite der schwedischen Vereinigung zum Erhalt von Strassenbahnen und Zeugen des Nahverkehrs. (Originalseite schwedisch)
Webseite auch mit vielen Informationen über alle einst in Schweden existierenden Trambetriebe und Fahrzeuge. Teilweise direkt in Deutsch verfügbar. Empfohlen jedoch Komplettübersetzung der schwedischen Originalseite mit Google.

https://www.sparvagssallskapet.se/

 

 


 

 

Informationsquellen:  (neben Internet)

Södra Lidingöbanan, Frank Stenvalls Förlag, Carl-Henrik Ankarberg, ISBN 91-7266-097-X

Alla Stockholms Spårvägnar, Gösta Eriksson, Verlag Jan Jangö 1991, ISBN 91-85498-07-6

 

 


 

 

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