Der Kranwagen X2 31 entstand als einziges Fahrzeug zu einer Zeit als die Bözenegg-Eriwis Bahn noch nicht einmal in den kühnsten Träumen vorkam. Wie so oft im Leben kam es anders als gedacht und so wurde aus einem einfachen Hinweis eines Arbeitskollegen eine ganz besondere Geschichte welche dann durch weitere Zufälle letztlich bei der heutigen Bözenegg-Eriwis Bahn endete. 
So konnten Dank dem erhaltenen Tipp im August 2005 unter allerlei Holz und Gerümpel einer ehemaligen Sägerei 2 Rollwagen und ein paar Schienen geborgen werden. Mein erstes eigenes Feldbahnmaterial. Dank gutem Einvernehmen mit dem Besitzer welcher auch Eigentümer eines benachbarten Garagenbetriebs war, konnte da sogleich auch noch eine freie Einstellbox angemietet werden. Darin liessen sich die Wagen und auch die demontierten, 6m langen Schienenstücke einlagern. 
Das Ganze geschah so überraschend, dass es aber keinerlei weitere Zukunftspläne gab. So begann ich aus reiner Freude an der Sache mit dem Bau eines Kranwagens, den man sicher überall gut als Dienstfahrzeug verwenden konnte, sollte es einmal möglich sein irgendwo ein Feldbahngleis aufzubauen. Es war konstruktiv auch vorgesehen, dass der Wagen eine Vorrichtung mit 3 Walzen zum Biegen von Feldbahnschienen erhalten sollte. Der Wagen wurde mit der Eigentumsbezeichnung GFB für "Gränicher Feldbahn" fertiggestellt. 
Der Kranwagen konnte nie für den Bau einer Feldbahnstrecke benutzt werden, spielte aber allein durch sein Dasein eine Rolle beim Zuschlag für die erste Feldbahnlokomotive. Im Jahre 2007 überschlugen sich dann etwas die Ereignisse und so Begann das Abenteuer der Bözenegg-Eriwis Bahn. Nun als BEB X2 31 bezeichnet und für den Betrieb hinter einer Lokomotive angepasst leistet der Wagen vor allem im Gleisunterhalt beim Transport von Schwellen bis heute wertvolle Dienste.
So bleibt der Bau des Kranwagens auch mit der Entstehung der Bözenegg-Eriwis Bahn stets eng verbunden.

 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 6.8.2005


In einer stillgelegten Sägerei in Gränichen gab es auf ein paar Meter Feldbahngleis mit 60cm Spurweite unter einem Haufen Balken und Bretter noch zwei Rollwagen. Meine Anfrage bezüglich eines Erwerbs des Feldbahnmaterials stiess beim Eigentümer und Besitzer der benachbarten Sportgarage mehr als auf offene Türen, sollte das Gebäude doch zukünftig zum Abstellen von Traktoren und Autos benutzt werden. Ein kleines Trinkgeld in die Kaffeekasse und ich wurde umgehend zum stolzen Besitzer einer kleinen Feldbahn "Startpackung". Absolut niemand hätte damals geahnt, dass diese Geschichte mit einem Zug in der Bözenegg enden wird. Das vordere Untergestell sollte in den nächsten Monaten zum Kranwagen X2 31 werden, mein erstes selbstgebautes Feldbahnfahrzeug. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 13.8.2005


Nachdem die Scheune ausgeräumt wurde, kamen die beiden Wagen zum Vorschein. Das kurze Gleis führte ins ehemalige Holzlager vor der Sägerei. Beide Untergestelle stammen von ehemaligen Kipploren. Am vorderen Wagen, innerhalb des Rahmens, sind noch gut die abgetrennten U-Profile der einstigen Kippkulissen zu erkennen. Solche Verwertungen von Kipploren waren bei Sägereien durchaus beliebt, war es doch die Zeit als bei Ziegeleien die Feldbahnen zuhauf durch Förderbänder oder Raupenfahrzeuge ersetzt wurden. So besass auch Gränichen einst Kiesgruben mit Feldbahnen. Das vordere Untergestell wird zum Kranwagen X2 31, das hintere Untergestell wird später zum Bau des Güterwagens L20 verwendet. 

 

  

Originalbild anzeigen BEB / 13.8.2005


Das für den späteren Kranwagen X2 31 verwendete, ehemalige Kipploren-Untergestell. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 8.2005


Sogleich ging es an die Planung des ersten Feldbahnwagens. Da die weitere Zukunft noch völlig offen, war es sinnvoll ein Fahrzeug für möglichen Gleisbau zu entwerfen. So entstand die Idee eines universell einsetzbaren Kranwagens. Dieser sollte so ausgelegt sein, dass damit auch Schienen gebogen werden konnten. Dazu waren 3 massive Achsen zum Aufstecken von verschiedenen Scheiben, je nach Form der Schienenprofile, vorgesehen. Die mittlere Achse war für den Biegevorgang verschiebbar konstruiert. Um die Schienen in Längsrichtung des Wagens biegen zu können, wurden beide Stirnwandseiten demontierbar ausgeführt. Optional sollte der Kranausleger mit einem zusätzlichen Abspannseil auch verlängert werden können. Von Anfang an klar war auch eine Befestigung am Gleis beim Einsatz des 360 Grad drehbaren Kranauslegers. Eine Achse soll mit einer Handbremse ausgerüstet sein.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 4.9.2005


Beim Eigentümer der ehemaligen Sägerei und Besitzer der Sportgarage konnte gerade noch eine freie Garagenbox angemietet werden. Darin konnten die geborgenen 6m langen Schienen eingelagert und zugleich ein Montageplatz für den ersten eigenen Feldbahnwagen eingerichtet werden. Der Rahmen wurde dazu noch von unnötigen Resten der abgetrennten Kulissen befreit und mit Flamme und einem 5kg Hammer ausgebeult und gerichtet. So ist der ehemalige Kipploren-Rahmen nun bereit für eine Weiterverwendung im geplanten Kranwagen. Mit den temporären, gelb/schwarz markierten Schienenstücken kann der Wagen später auch vor die Garage gefahren werden. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 16.9.2005


Für den Zusammenbau des Wagens konnte am Wochenende und abends freundlicherweise die Autowerkstatt mit der dortigen Schutzgas-Schweissanlage benutzt werden. Auch wenn der Garagenbesitzer und seine Klientel aus dem Motorradsport Eisenbahnen wohl kaum je von innen gesehen haben, stimmte die Chemie von Beginn weg. So war das Restaurieren von alten schrottreifen Einrichtungen, ob nun Motorräder oder Feldbahnen, die verbindende Gemeinsamkeit. Hier werden gerade die Rechteckprofile auf der späteren Wagen-Unterseite angeschweisst.  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 16.9.2005


Die Oberseite des zukünftigen Kranwagens mit den Profilen für die vorgesehene 3 Walzen-Vorrichtung zum Biegen von Schienen. Die beiden äusseren Walzen sollten in den sichtbaren Löchern fest verankert sein, die mittlere Walze sollte im Schlitz zwischen den parallelen Rechteck-Profilen je nach Biegeradius mit einer Stockwinde zugestellt werden können. Die maschinenbaulichen Arbeiten an den Einzelteilen konnte ich während meiner Freizeit (Samstag/Ferien) in der Versuchswerkstatt meines damaligen Arbeitgebers aus dem Bereich Hochspannungstechnik/Maschinenbau erledigen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 18.9.2005


Der um 360 Grad drehbare Kranausleger ist verkehrt herum neben dem Geleise abgestellt. Der Kranmast besteht aus zwei ineinander greifende Präzisions-Stahlrohren. Dem Innenrohr des Auslegers wurden als Gleitlager zum äusseren festen Rohr zwei Messingbleche aufgelötet. An den entsprechenden Stellen im Aussenrohr sind Schmiernippel angebracht. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 8.10.2005


Das Grundgerüst des Kranwagens wurde mit Eisenglimmer-Lacken gespritzt. Die demontierbaren Rahmenteile für den Boden und die Stirnwandseiten aus Holz sind mit etwas dunklerer Farbe abgesetzt.  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 31.10.2005


Wenn auch noch nicht komplett zum ersten Mal nun als Feldbahnwagen mit Rädern vor der zum Montageplatz umfunktionierten Garagenbox. Hier ist auch ersichtlich wieso die direkt in der Zufahrt zur Autogarage liegenden, temporären Schienen besonders gut sichtbar gemacht werden mussten. An einer Schiene war für den Feldbahnwagen ein Anschlag für das Rad montiert. Glücklicherweise gab es bei diesen Ausflügen vor die Garage nie ernsthafte Probleme mit pneubereiften Verkehrsteilnehmern, später wurde das Gleisende dazu aber noch mit orangen Kegeln signalisiert. Die Doppellöcher an den Enden des Auslegers und am Kranmast waren auch für eine Auslegerverlängerung mit zusätzlichem Abspannseil angedacht. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 8.12.2005


In der ersten Ausführung wurde der Boden mit lackierten Brettern aus Buchenholz ausgestattet. Die mit Schlossschrauben zum Rahmen verbundenen Bretter fielen jedoch, quer zur Faserrichtung, durch starke feuchtigkeitsabhängige Ausdehnungen auf. So musste der Boden in der Breite mehrfach um einige Millimeter abgehobelt werden. Später wurden dann diese Buchenbretter durch robuste, weniger dehnungsfreudige "Siebdruckplatten" ersetzt. Solche Platten werden auch im Fahrzeug-/Lastwagenbau häufig als Bodenbelag eingesetzt. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.4.2006


Der fast fertige Kranwagen nun auch mit 2 Scheinwerfern für den Einsatz zu später Stunde ausgerüstet. Die Eigentumsbezeichnung GFB stand für "Gränicher Feldbahn". Die vordere Achse des Wagens besitzt eine Feststellbremse. Ob der Wagen wirklich je zum Einsatz kommen sollte, war zu der Zeit noch völlig offen. Einen konkreten Plan irgendwo eine Feldbahn aufzubauen gab es nicht. Stets mit wohlwollendem Interesse hat jedoch der Eigentümer der ehemaligen Sägerei und Garagenbesitzer meine Aktivitäten verfolgt. So bekam ich das freundliche Angebot wenigstens in der ehemaligen Sägerei-Scheune wieder ca. 30m Gleis zu legen, um da mit dem Wagen und vielleicht einmal mit einer Lokomotive etwas fahren zu können. So konzentrierte sich die weitere Tätigkeit erstmal auf die fast unmögliche Suche nach einer Lokomotive. Da die Zeit der klassischen Feldbahnen längst abgelaufen ist, sind solche Lokomotiven kaum mehr zu finden. In der Tat erhielt ich später auf ein Inserat im Internet, Dank dem fertig gebauten und vorzeigbaren Kranwagen, von einem Museum in den Niederlanden (Arnheim) den Zuschlag für eine Feldbahnlokomotive von Schöma (CDL28) mit offenem Führerstand und der Spurweite 70cm.

Diese Geschichte im Zusammenhang mit dem Erwerb der späteren BEB Lokomotive möge man unter BEB Berichte:  "BEB Diesellok DIEMA DS30 2054 - Lebenslauf" nachlesen.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.4.2006


Fototermin mit dem Kranwagen. Der Kranausleger ist 360 Grad drehbar und kann in der geraden Grundposition verriegelt werden.  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 11.3.2007


Ein Jahr später steht der neu pulverbeschichtete aber noch als GFB bezeichnete Kranwagen auf dem ca. 30m langen Gleis in der ehemaligen Sägereischeune. Da konnte auch ein kleiner Werkplatz für Montagearbeiten eingerichtet werden. Die zuerst verwendeten Buchenbretter sind durch robuste und dehnungsarme, geschichtete Siebdruckplatten ersetzt worden. Zu der Zeit zeichnete sich eine Zukunft in der Bözenegg bereits deutlich ab, sodass die Vorrichtung zum Biegen von Schienen nicht mehr komplettiert wurde. Der schmale Spalt für die einst vorgesehene mittlere Zustellrolle wurde ebenfalls verfüllt. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 11.3.2007


Fast zeitgleich und völlig ungeplant konnte Anfangs 2006 neben der 70cm Spur Lokomotive CDL28 von Schöma aus den Niederlanden zufällig auch noch die 60cm spurige Lokomotive DS30 von Diema aus Arth-Goldau erworben werden. Das erklärt auch das sichtbare 3-Schienengleis für 60/70cm Spurweite. Nachdem die Revisions- und Umbauarbeiten an der gelben Diema DS30 2054 abgeschlossen waren, wurde der Kranwagen für den Betrieb mit der Lokomotive angepasst. Neben einer neuen, dauerhaften Pulverbeschichtung wurde der Wagen auch mit Zwischenstücken oberhalb der Radlager erhöht. Damit kann der Wagen einfacher mit starren Verbindungsstücken mit der Lok gekuppelt werden. Starre Kupplungen (statt der üblichen Ketten) sind vor allem beim erforderlichen gestossenen Betrieb in der Bözenegg von Vorteil.
P.S. später wurde die blaue Lok aus den Niederlanden einem Feldbahnfreund in Österreich weitergegeben und wurde da mittlerweile auch auf 60cm umgespurt.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 25.3.2007


Fast das gesamte Gleis in der Sägereischeune in Gränichen ist mit Rollmaterial zugeparkt. Mit Hochdruck wurde damals auch am Güterwagen L20 gearbeitet, waren doch die Verhandlungen zur Reaktivierung der Gleisanlage in der Bözenegg und die dafür notwendigen Versicherungen und Mietverträge bereits auf der Zielgeraden. Von einer alten Sägereivorrichtung konnten noch die Gewichtsplatten für das Gegengewicht am Kranwagenausleger geborgen werden. Da diese frei pendelnden Gewichte bei Fahrten entfernt werden müssen, wurde zur Aufbewahrung eine alte robuste Holzkiste aus einem "Armyshop" erworben. Diese Kiste ist nun auch Bestandteil des Kranwagens. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 15.4.2007


Der soeben fertiggestellte Güterwagen (unter Verwendung des zweiten zu Beginn des Berichtes sichtbaren Kipploren-Rahmens) wie auch der Kranwagen ist nun mit den neu 2K-lackierten Brettern aus Eiche komplettiert und mit der neuen Eigentumsbezeichnung BEB beschriftet. Da bereits ab 31.3.2007 die mietweise Übernahme der Bahnanlage von der Ziegelei "zzwancor" erfolgte, wurden die beiden Wagen unmittelbar nach der Aufnahme in die Bözenegg transferiert. Da kam vor allem der Kranwagen im Handverschub bei der Freiräumung der Strecke zum Einsatz.

 

 

 Originalbild anzeigen BEB / 15.4.2007


Die ehemalige "Kiste für Beleuchtungskörper" der Armee eignet sich incl. originaler Trennwand hervorragend auch zur Lagerung der Gegengewichte, eines Hemmschuhs und sonstigem Befestigungsmaterial. Beim Einsatz des Krans wird der Kranwagen zur Kippsicherung immer auch am Gleis fixiert.

 

 


 

 

Der Kranwagen im Einsatz als BEB X2 31  

 

Originalbild anzeigen BEB / 28.4.2007


Der Kranwagen war das erste Fahrzeug im Einsatz auf der zukünftigen BEB. Damit konnten im Handverschub Werkzeuge zum Freilegen des Gleises transportiert werden. Auch liessen sich so bereits Holzschwellen zur Gleisreparatur transportieren. Hier ist der Wagen erstmalig im Bereich der ehemaligen Grube Eriwis angelangt. Beim vor dem Kranwagen liegenden Bahnübergang waren die Gleisrillen mit Pickel und Meissel wieder aufwändig freizulegen. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 27.12.2007


Alle BEB Wagen haben auch eine durchgehende, von der Lok gespeiste 12V Leitung. Damit können am Kranwagen die beiden Scheinwerfer am Ausleger wie auch die steckbare Schlusslaterne mit Strom versorgt werden. Im Eröffnungsjahr war dieser Zug das gesamte Rollmaterial auf der BEB.  

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 22.8.2013


Gleisunterhalt und der Ersatz von morschen Schwellen ist eine stetige Aufgabe um den Betrieb auf der BEB sicher aufrechtzuerhalten. Da der Zug historisch bedingt in eine Richtung stets gestossen werden muss, wurde eine etwas grössere Schlusslaterne mit roter Vorsteckscheibe gebaut. So kann die Lampe beim gestossenen Zug auch als Stirnlampe mit Weisslicht betrieben werden. Zusätzlich besitzt sie noch eine Schaltstellung für Betrieb als Scheinwerfer. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 22.8.2013


Bei Arbeiten in der Dämmerung oder Nachts lässt sich der Arbeitsplatz mit den beiden Scheinwerfern am Kranausleger gut ausleuchten. Die 12V Speisung erfolgt von der Lokomotive ab dem dortigen Akku. So besitzen alle Wagen neben einer durchgehenden Versorgungsleitung auch beidseitig 7-polige, robuste Kupplungsdosen.

 

 



 
Originalbild anzeigen BEB / 22.8.2013


Nach erledigter Arbeit kehrt die Lok spät abends mit dem gestossenen Kranwagen zurück ins Depot Bözenegg. Dabei funktioniert die "Schlusslaterne" als zusätzliche Stirnlampe mit Weisslicht.

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 25.10.2013


Heute bereits Geschichte ist die gesamte Umgebung mit der ehemalige Verladerampe (Sturzgerüst) vor dem mittlerweile auch ausser Betrieb genommenen alten Bözbertunnel. Der Kranwagen X2 31 befindet sich auf dem kurzen Abstellgleis auf der Verladerampe. Die Schiene rechts bildete dabei gleichzeitig die Kante des Sturzgerüstes in ca. 3m Höhe. Bis zum Ende des Betriebs durch die Ziegelei im Jahr 2000 waren da meist ein oder zwei Dienstwagen abgestellt. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 17.5.2014


Der Kranwagen bekam noch einen mobilen Aufsatz, um gegebenenfalls auch 2 Fässer sicher zu transportieren. Die beiden (leeren) Fässer hier wurden im Stil der 50er Jahre gestaltet. Bei seitlichem Einsatz des Kranauslegers wird der Kranwagen zur Kippsicherung immer auch an einer Schiene befestigt. Die an der Lok eingesteckte rote Fahne signalisiert, dass der Kranwagen blockiert ist. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 23.6.2014


Auch der Kranwagen machte anlässlich des von der Schinznacher Baumschulbahn organisierten "Feldbahn-Wochenendes" einen 2-wöchigen Ausflug zur SchBB. Den Transport zur ca. 1km entfernten SchBB erledigte ein Kollege mit seinem historischen Traktor und dem speziell für den Transport von Feldbahnfahrzeugen gebauten Anhänger. Vor dem Transport noch ein kleiner Fotohalt vor dem ehemaligen und heute komplett verschwundenen SBB Bahnhof von Schinznach-Dorf. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 3.7.2014


Von der Verladerampe beim ehemaligen SBB Bahnhof Schinznach-Dorf waren die BEB Fahrzeuge durchaus schon etwas Höhenluft gewohnt, aber das eindrückliche Feldbahnviadukt bei der Schinznacher Baumschulbahn war da natürlich nochmals eine Klasse für sich. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 1.8.2014


Gelegentlich kamen auch SchBB Triebfahrzeuge auf der BEB zu Besuch, um dem kurz vor dem Abbruch stehenden Rampen-Bauwerk noch eine letzte Aufwartung zu machen. Mit der bei der SchBB beheimateten Draisine und dem BEB Kranwagen konnte bei einer solchen Gelegenheit ein klassischer Feldbahn-Dienstzug gebildet werden. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 25.6.2016


Während die Strecke zur Verladerampe im Hintergrund bereits dem Neubau des Bözbergtunnels gewichen ist, kann die restliche Strecke nun dauerhaft museal erhalten werden. Dazu konnten von der Firma "Railbeton" in Chemnitz speziell für die BEB massgefertigte Schwellen beschafft werden. Damit lassen sich morsche Holzschwellen auch nur selektiv ersetzen. Eine armierte, für die Bedürfnisse der BEB verkürzte Schwelle besitzt dabei noch ein Gewicht von 86kg. Mit dem Kranwagen können die Schwellen direkt vom Schwellenlager verladen und zur Einbaustelle gefahren werden. Wie immer beim Einsatz des Kranauslegers wird der Wagen an einer Schiene fixiert und an der Lok zur Signalisierung des blockierten Wagens die rote Fahne gesteckt. 

 

 

Originalbild anzeigen BEB / 4.4.2018


Als Vorbereitung der Gleisreparaturen werden die neuen Betonschwellen neben dem Geleise deponiert. Mit dem Kranwagen können bis zu 4 Schwellen gleichzeitig transportiert werden. Der noch als GFB (Gränicher Feldbahn) mit völlig offener Zukunft geplante und später zum X2 31 umbenannte Kranwagen ist bis heute auf der BEB ein universell einsetzbares, unentbehrliches Dienstfahrzeug geblieben. Der Kranwagen ist das einzige vor der Zeit der Bözenegg-Eriwis Bahn gebaute Feldbahnfahrzeug. Ein Einsatz in der heutigen Form war bei der Entdeckung der Rollwagen in der alten Sägerei im August 2005 schlicht unvorstellbar. Ein besonderer Dank gilt daher all den Leuten die mich auf dem Weg zur BEB in irgendeiner Art und Weise unterstützt haben. Neben Glück wäre ohne diese wohlwollende Hilfe ein "Projekt" wie in der Bözenegg nie realisierbar gewesen. 

 

 


  

 

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